Luftbilder

DOP-Ausschnitt © LAiVDetails anzeigen
DOP-Ausschnitt © LAiV

DOP-Ausschnitt

DOP-Ausschnitt

Vom Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen werden jährlich Bildflüge für derzeit rund 1/3 des Landesgebiets beauftragt. Bei den Bildflügen wird ein vorgegebenes Gebiet in Ost-West-Richtung oder Nord-Süd-Richtung systematisch beflogen. Die Bilder werden in fortlaufenden Streifen mit einer Längs- und Querüberdeckung aufgenommen. So wird das gesamte Bildfluggebiet lückenlos erfasst. Benachbarte Luftbilder ermöglichen auf Grund der Überdeckung mit Hilfe entsprechender Technik eine stereoskopische Betrachtung des sich überlappenden Gebietes, wodurch ein räumlicher Eindruck des Geländes vermittelt wird. Wegen der Verzerrung und der Überlappung können Luftbilder nicht nahtlos aneinander gelegt werden.
Aktuelle Bildflugübersichten finden Sie auf der Seite Bildflugprogramm.

Produktvarianten

Luftbilder stehen, abhängig von der Entstehungszeit gescannt digital oder digital zur Verfügung.

gescannte digitale Luftbilder
Die aus den Jahren 1937 bis 2003 auf herkömmlichen Fotomaterialien vorliegenden Luftbilder werden zum Schutz vor Verfall systematisch digitalisiert (gescannt), als Luftbilddaten in digitaler Form gesichert und auf Anforderung auf Datenträger oder analog auf Fotopapier bereitgestellt. So entsteht schrittweise ein Bestand an digitalen Luftbildern historischer Aufnahmen, die jedoch nicht georeferenziert sind.

digitale Luftbilder
Der Bestand an digitalen Luftbildern erhöht sich seit 2004 jährlich durch die Aufnahmen aus den digitalen Bildflügen. Diese Aufnahmen erfolgen simultan auf den Farbkanälen „Rot“, „Grün“, „Blau“ (RGB) und dem „Nahen Infrarot“ (NIR) mit einer Bodenpixelgröße aktuell von 0,1 m („Bodenauflösung“). Aus den Aufnahmedaten lassen sich digitale Luftbilder als Schwarz-Weiß- (PAN), Farb- (RGB) und Colorinfrarot-Aufnahmen (CIR) ableiten. Die ab 2004 aufgenommenen Luftbilddaten liegen georeferenziert und orientiert vor.

Analoge Luftbildreproduktionen
Von allen Luftbildern können analoge Reproduktionen oder Ausschnittsvergrößerungen als Tintenstrahldruck auf Fotopapier (seidenmatt oder hochglanz) angefertigt werden.

Digitale Orthophotos (DOP) sind hochauflösende, verzerrungsfreie Luftbilder, die einen einheitlichen Bildmaßstab und einen exakten Bezug zum Landeskoordinatensystem besitzen. Sie dokumentieren den Landschaftszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt und enthalten vollständig alle aus der „Vogelperspektive“ sichtbaren Landschaftsinformationen, ohne dass diese bereits selektiert oder strukturiert worden sind. DOP sind fotobasiert, pixelbasiert, geocodiert und lagetreu und sind mit einer Bodenauflösung von 0,1 m (DOP10), 0,2 m (DOP20) und 0,4 m (DOP40) verfügbar. Durch den Einsatz von Verfahren der Bildverarbeitung entstehen aus dem aktuellen Luftbildbestand DOP. Beginnend mit dem Bildflugjahr 2004 liegen die DOP auch als Colorinfrarotbilder (CIR) vor. Seit dem Jahr 2013 werden die Befliegungsgebiete sowohl innerhalb als auch außerhalb der belaubten Situation aufgenommen.

Für das Jahr 1953 liegen die DOP fast flächendeckend mit einer Bodenauflösung von 80 cm als Schwarz-Weiß-Bilder vor.
Ab dem Bildflugjahr 2018 werden die klassischen DOP in der Qualitätsstufe True Orthophotos (TrueDOP) bereitgestellt. 

Webdienste
Im Geoportal des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind DOP als webbasierte Dienste verfügbar.

Downloaddienste

Downloaddienste

 - Downloaddienst Digitale Orthophotos M-V
 (ATOM_MV_DOP)

Darstellungsdienste

Darstellungsdienste

- WMS Digitale Orthophotos M-V
  (WMS_MV_DOP)
- WMS Digitale Orthophotos und DLM-Objekte M-V
  (WMS_MV_DOP-DLM)
- WMTS Digitale Orthophotos M-V
  (WMTS_MV_DOP)
- WMS Digitale Colorinfrarot-Orthophotos M-V
  (WMS_MV_DOP_CIR)
- WMS Historische Orthophotos 1953 M-V
  (WMS_MV_DOP_1953)
- WMS Historische Orthophotos M-V
  (WMS_MV_DOP_Historisch)

Das True Orthophoto entsteht auf der Basis von bildbasierten 3D-Oberflächendaten  in einem nahezu vollautomatischen Prozess. TrueDOP zeichnen sich dadurch aus, dass die sichttoten Räume weitestgehend beseitigt sind und keine Umklappeffekte (Verkippungen,) von Objekten über Geländehöhe verbleiben.

links: Abbildung im klassischen Orthophoto; mitte: Luftbildaufnahme; rechts: Abbildung im TrueDOP

So liegt das Dach eines Gebäudes direkt über seinem Grundriss (siehe rechtes Bild) und es entstehen keine sichttoten Räume.

Anwendungsgebiete:

  • Liegenschaftskataster (z. B. Detektion neuer Gebäude)
  • Erfassung der Geotopographie
  • Hintergrundkarte zur Darstellung vektorieller Fachdaten

True Orthophoto - Vorteile 

Steigerung des Informationsgehaltes
Im klassischen DOP treten Umklappeffekte von Objekten in Abhängigkeit von der Entfernung des Objektes zum Aufnahmezentrum der eingesetzten Luftbildkamera auf, die eine Auswertung in den entstehenden sichttoten Räumen verhindern. Insbesondere in innerstädtischen Bereichen kann die verkippte Darstellung von hohen Gebäuden die Auswertung in engen Zwischenräumen verhindern.
Eine verkippte Präsentation der Vegetation führt häufig zu Verdeckungen des Wege- bzw. Flussnetzes .

Lagerichtige Darstellung von Objekten
Die nahezu grundrisstreue Abbildung aller Objekte bietet die konfliktfreie Darstellung der Orthophotoinhalte mit weiteren Fachdaten. Insbesondere kann eine  verbesserte Digitalisiergenauigkeit von Objekten erreicht werden.

True Orthophoto - Nachteile 

Wegfall der Höheninformation durch Perspektivdarstellung
Die Objektverkippung im klassischen DOP ermöglicht Rückschlüsse auf die Höhe von Objekten.
Im TrueDOP kann nur indirekt über die Länge des geworfenen Schlagschattens eine Objekthöhe geschätzt werden.

Fransen an Objekträndern
Für die senkrechte Abbildung aller Objekte ist ein pixelgenaues Oberflächenmodell erforderlich. In Abhängigkeit von der Objekthöhe und der Lage zum Bildhauptpunkt der originären Luftbilder verbleiben Bereiche um Objekte, für die keine Oberflächeninformation gewonnen werden kann. Daraus resultierend entstehen Objektfransen in den TrueDOP (siehe Abbildung). Dieser Effekt wird durch eine optimierte Bildflugplanung im Vorfeld möglichst minimiert.

Ungewohnte Abbildung von Kleinstobjekten
Für erfahrene Luftbildinterpreten werden Kleinstobjekte aufgrund der strengen Parallelprojektion zunächst ungewohnt abgebildet. Sich in Bewegung befindliche Objekte, wie z. B. rotierende Windradflügel, führen zu Fehldarstellungen.

TrueDOP und ATKIS-DOP im Vergleich
Mit der Anwendung Vergleichsansichten geben wir Ihnen die Möglichkeit für typische Landschaftsobjekte einen direkten Ansichtsvergleich zwischen der Darstellung im ATKIS-DOP und dem TrueDOP vorzunehmen. Eine Erläuterung zu den Abbildungen können sie hier downloaden.

Für das Öffnen der Vergleichsansicht empfehlen wir den Browser Firefox.

Kontakt

Landesamt für innere Verwaltung
Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen - Landesluftbildstelle
Lübecker Straße 289
19059 Schwerin
Telefon: 0385-588 56861; Webdienst: 0385-588 56862
Telefax: 0385-588 48256255

Karten

Topographische Karten, Gebietskarten, Historische Karten

Mehr Informationen

Luftbilder

Luftbilder, Orthophotos, Luftsichtbare Passpunkte

Mehr Informationen

Kataster

ALKIS-Daten, Hauskoordinaten, Flur- und Gemarkungsgrenzen

Mehr Informationen

DLM

Landschaftsmodelle, WebAtlasDE

Mehr Informationen

Höhenmodelle

Gelände-, Oberflächen- und 3D-Gebäudemodelle

Mehr Informationen

Powerpoint-Vorlagen

M-V in topographischen Darstellungen

Mehr Informationen

Festpunkte

Lage-, Höhen- und Schwerefestpunkte, SAPOS

Mehr Informationen