30 Jahre technisches Referendariat der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation in Mecklenburg-Vorpommern
02.11.2026 // Drei Jahrzehnte qualifizierte Nachwuchsförderung: Seit 1996 bildet Mecklenburg-Vorpommern technische Referendarinnen und Referendare der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation aus. Die Absolventinnen und Absolventen übernehmen heute verantwortungsvolle Aufgaben in der Landes- und Kommunalverwaltung, in der Wirtschaft sowie in Wissenschaft und Forschung.
Am 1. November 2026 jährte sich der Beginn der Ausbildung im technischen Referendariat der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation in Mecklenburg-Vorpommern zum 30. Mal. Seit drei Jahrzehnten leistet das Land damit einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung von Führungskräften und zur Sicherung des fachlichen Nachwuchses im amtlichen Vermessungswesen und in der Geoinformation.
Von den Anfängen bis heute
Die Grundlage für das technische Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern bildet die durch Ermächtigung im Landesbeamtengesetz erlassene Ausbildungs- und Prüfungsordnung für technische Referendarinnen und Referendare in Verbindung mit dem Übereinkommen über die Errichtung eines gemeinschaftlichen Oberprüfungsamtes deutscher Länder und Verwaltungen für das technische Referendariat vom 16. September 1948. Mecklenburg-Vorpommern trat dem Übereinkommen durch Kabinettsbeschluss der Landesregierung vom 4. August 1992 bei. Das Oberprüfungsamt hat heute seinen Sitz beim Bundesministerium für Verkehr in Bonn.
Am 1. November 1996 begann die Ausbildung der ersten technischen Referendarinnen und Referendare der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation im Land.
Die Bilanz nach 30 Jahren ist erfreulich: Von insgesamt 54 Personen, die ihre Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern begonnen haben, schlossen 53 das Referendariat erfolgreich ab. Die hohe Zahl der Abschlüsse unterstreicht die Bedeutung des Referendariats für die fachliche und persönliche Entwicklung des vermessungstechnischen Führungsnachwuchses.
Absolventinnen und Absolventen übernehmen Verantwortung
Die in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildeten Assessorinnen und Assessoren haben vielfältige berufliche Wege eingeschlagen. 32 Absolventinnen und Absolventen arbeiten heute, überwiegend in Führungspositionen, in unserem Bundesland.
Wenig verwunderlich liegt der Beschäftigungsschwerpunkt im amtlichen Vermessungs- und Geoinformationswesen, wo 24 Absolventinnen und Absolventen im Innenministerium, im Landesamt für innere Verwaltung, in den kommunalen Kataster- und Vermessungsämtern und als Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure (ÖbVI) tätig sind.
8 Assessorinnen und Assessoren üben ihre Tätigkeit in M-V im Bereich Ländliche Entwicklung im Ressort des Landwirtschaftsministeriums, im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, an der Hochschule Neubrandenburg und in ÖbVI-Büros aus.
Auch über unsere Landesgrenzen hinweg sind die in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildeten Fachkräfte gefragt. 21 Absolventinnen und Absolventen arbeiten gegenwärtig in anderen Bundesländern, beispielsweise in Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg und Sachsen. Auch dort nehmen sie sowohl in der öffentlichen Verwaltung als auch in Unternehmen der freien Wirtschaft überwiegend Führungsaufgaben wahr.
Die beruflichen Werdegänge zeigen, wie breit das technische Referendariat für die Herausforderungen der Gegenwart qualifiziert. Es eröffnet Perspektiven in der öffentlichen Verwaltung ebenso wie in der freien Wirtschaft und in der Wissenschaft. Zugleich trägt es dazu bei, Fachwissen und Führungskompetenz langfristig in den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen zu verankern.
Von den 53 Absolventinnen und Absolventen sind 22 Frauen.
Nachwuchsförderung mit Zukunft
Das Jubiläum ist Anlass, auf drei Jahrzehnte erfolgreicher Ausbildung zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorn zu richten.
Auch nach 30 Jahren bleibt das technische Referendariat in der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation ein wichtiger Baustein der Nachwuchsgewinnung in Mecklenburg-Vorpommern. Zum 1. November 2026 wurden zwei weitere Referendare eingestellt. Damit befinden sich aktuell sieben Referendarinnen und Referendare in der Ausbildung.
Ausbildungsleiter Mirko Klisch (ganz links) und Abteilungsleiter der Abteilung für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen im Landesamt für innere Verwaltung Dr.-Ing. Jörg Rubach (ganz rechts) begrüßen die Referendare Martin Hoffmann und Niklas Danda.









