Erwerbstätigkeit 2024
PKW bleibt beliebtestes Verkehrsmittel für Berufspendlerinnen und -pendler Nur wenige Veränderungen bei Entfernungen zur Arbeitsstätte
Der PKW ist zwar weiterhin das von Berufspendlerinnen und -pendlern in Mecklenburg-Vorpommern am häufigsten genutzte Verkehrsmittel, er hat aber im Jahresdurchschnitt 2024 gegenüber 2020 etwas eingebüßt. So nutzen laut Mikrozensus-Befragung 2024 insgesamt 65,7 Prozent der im Land wohnenden Erwerbstätigen ein Auto, um ihren Arbeitsplatz als Selbst- oder Mitfahrende zu erreichen. Im Jahr 2020 waren es noch 71,5 Prozent. Das geht aus den Ergebnissen der jüngsten Mikrozensus-Befragung 2024 zu Pendlermerkmalen hervor. Diese Befragung findet alle vier Jahre statt, zuletzt 2020.
Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern weiter mitteilt, nutzten 7,3 Prozent der Berufspendlerinnen und -pendler 2024 öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Straßenbahn oder Eisenbahn. Immer beliebter waren bei Pendlerinnen und Pendlern Fahrräder mit oder ohne Elektroantrieb bzw. Pedelecs. 12,9 Prozent –0,4 Prozentpunkte mehr als 2020 – gaben bei der Befragung an, mit dem Fahrrad oder E-Bike bzw. Pedelec zur Arbeit zu fahren.
10,7 Prozent hatten es nicht so weit zur Arbeit und gingen zu Fuß (2020: 7,5 Prozent).
Schülerinnen und Schüler sowie Studierende nehmen Bus oder Bahn
Bei den Schülerinnen und Schülern radelten 15,8 Prozent zu ihrer Ausbildungsstätte (4,1 Prozentpunkte weniger als 2020). 38,5 Prozent (2020: 39,0 Prozent) setzten sich in ein öffentliches Verkehrsmittel und 16,5 Prozent fuhren mit dem PKW bzw. ließen sich mit dem PKW fahren. Gegenüber 2020 bedeutete dies einen Rückgang um 4,5 Prozentpunkte.
Entfernungen zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
Wenig Veränderungen gab es bei den Entfernungen zur Arbeitsstätte: 2024 hatten 49,8 Prozent der Erwerbstätigen eine Wegstrecke von weniger als zehn Kilometer zurückzulegen, 2020 belief sich dieser Anteil auf 49,2 Prozent. 25 und mehr Kilometer mussten 2024 insgesamt 21,2 Prozent der Erwerbstätigen zurücklegen, 2020 waren es 20,4 Prozent. Mehr als 50 Kilometer fuhren 7,3 Prozent der Pendlerinnen und -pendler. 46,4 Prozent der Erwerbstätigen gaben an, dass sie für ihren Arbeitsweg pro Strecke zwischen zehn und 30 Minuten unterwegs waren (2020: 50,6 Prozent). Weniger als zehn Minuten benötigten 24,2 Prozent der Befragten. Auf mehr als 30 Minuten kamen 24,5 Prozent.
Die meisten Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden kamen beim Hinweg auf weniger als fünf Kilometer (51,4 Prozent). 2020 lag dieser Anteil bei 55,2 Prozent. Einen (Hoch-)Schulweg von fünf bis unter zehn Kilometern hatten 20,3 Prozent. 16,2 Prozent mussten zehn bis unter 25 Kilometer zurücklegen.
42,9 Prozent gaben an, dass sie für ihren Weg pro Strecke zwischen zehn und 30 Minuten unterwegs waren (2020: 49,8 Prozent). Weniger als zehn Minuten benötigten 34,1 Prozent der Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden und 18,1 Prozent 30 und mehr Minuten.
Methodischer Hinweis
Die Angaben sind Ergebnis einer Zusatzbefragung des Mikrozensus 2024 zum Pendlerverhalten von Erwerbstätigen in der Unterstichprobe MZ-LFS. Dies bezeichnet im Kontext der amtlichen Statistik in Deutschland eine Unterstichprobe des Mikrozensus, die speziell Fragen zur Arbeitsmarktbeteiligung (Labour Force Survey) beinhaltet. Sie ist Teil des Mikrozensus und liefert wichtige Daten unter anderem zu Erwerbslosenquoten. Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung.
Weiterführende Informationen zum Mikrozensus finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Mikrozensus/. Der Statistische Bericht "Erwerbstätige sowie Schüler und Studierende nach Pendlereigenschaften (Mikrozensus) in Mecklenburg-Vorpommern 2024" (Kennziffer A633 2024 01) kann kostenfrei im PDF- und XLSX-Format heruntergeladen werden.
Weitere Auskünfte erteilt Herr Christoph Epperlein Telefon 0385 588-56411.




