INSPIRE

Zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) trat die Richtlinie 2007/2/EG des Europäischen Parlaments und des Rates am 15. Mai 2007 in Kraft und stellt die rechtliche Grundlage zur Schaffung einer europaweiten Geodateninfrastruktur dar. Gemäß EG-Vertrag musste sie in Bund und Ländern in nationales Recht umgesetzt werden. In Mecklenburg-Vorpommern hat der Landtag am 16. Dezember 2010 das Gesetz über das amtliche Geoinformations- und Vermessungswesen (Geoinformations- und Vermessungsgesetz – GeoVermG M-V) beschlossen (GVOBl. M-V 2010, S. 713). Danach haben Behörden des Landes, der Landkreise, Ämter und Gemeinden sowie der Aufsicht des Landes unterstehende Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts entsprechende Verpflichtungen zu erfüllen, soweit sie sachlich betroffen sind; in der Regel, wenn sie Daten mit Raumbezug erfassen, digital führen und diese eines oder mehrere der im Anhang I, II oder III der INSPIRE-RL (auch GeoVermG M-V) aufgeführten Themen betreffen.

Die zur INSPIRE-Richtlinie relevanten Rechtsgrundlagen, umfangreiche Dokumentationen, Hinweise zur technischen Umsetzung inklusive Umsetzungsanweisungen, den Zeitplan, Aussagen zum Stand der Umsetzung und zum Zugang zu Fachnetzwerken sowie häufig gestellte Fragen (FAQ) und weitere Hinweise sind auf der Homepage der GDI-DE veröffentlicht.

Wer ist in Mecklenburg-Vorpommern betroffen und was ist dann zu tun? Für die Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in MV gibt folgende Zusammenfassung Anforderungen und Umsetzungshinweise wieder.

Die INSPIRE-RL verpflichtet alle EU-Länder über den Aufbau und Betrieb ihrer Geodateninfrastruktur und den Stand der Umsetzung der INSPIRE-Vorgaben zu berichten. Im I. Quartal jeden Jahres werden Informationen zu Geodatensätzen, Netzdiensten und den zugehörigen Metadaten erhoben, ausgewertet und veröffentlicht (Monitoring). Die KGeo, als Kontaktstelle nach §§ 5 und 13 GeoVermG M-V, meldet die Kennzahlen für Mecklenburg-Vorpommern an die Koordinierungsstelle des Bundes (KSt GDI-DE). Diese sendet die zusammengefassten Ergebnisse des Monitorings aller Bundesländer seit dem 15.05.2010 jährlich an die Europäische Kommission. Zusätzlich erhält die Europäische Kommission seit dem 15.05.2010 alle drei Jahre einen Bericht (Reporting) über den aktuellen Stand der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in den Mitgliedstaaten.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde das INSPIRE-Monitoring bisher durch Abfrage der geodatenhaltenden Stellen durchgeführt. Seit 2016 erfolgt eine automatisierte Auswertung der im Metainformationssystem des Landes (GeoMIS) und den daran angeschlossenen Katalogen geführten Metadaten.

Eine Zusammenstellung der Ergebnisse zum Monitoring und die Berichte zum Stand der INSPIRE Umsetzung in Deutschland (Reporting) finden Sie hier: