Erwerbstätigkeit im 2. Quartal 2026 in MV

Rückgang stärker als im Bundesdurchschnitt

Nr.74/2026  | 29.09.2026  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Im 2. Quartal 2026 waren in Mecklenburg-Vorpommern rund 748.700 Personen erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung der Länder waren das rund 5.700 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent weniger als im 2. Quartal 2025.

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, fiel der Rückgang damit stärker aus als im Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit sank die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5 Prozent.

In den meisten Wirtschaftsbereichen Mecklenburg-Vorpommerns ging die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Im Produzierenden Gewerbe sank sie um 1,8 Prozent (-2.400 Personen). Dabei verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Verarbeitenden Gewerbe ebenfalls um 1,8 Prozent (-1.300 Personen) und im Baugewerbe um 2,5 Prozent (-1.200 Personen).

In den Dienstleistungsbereichen waren insgesamt 0,5 Prozent (-3.200 Personen) weniger Menschen erwerbstätig. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation betrug der Rückgang 1,6 Prozent (-3.100). Bei den Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistern sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen nahm die Erwerbstätigkeit um 2,3 Prozent (-2.500 Personen) ab.

Einen Arbeitsplatzzuwachs verzeichnete dagegen der Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit. Hier stieg die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem 2. Quartal 2025 um 0,8 Prozent (2.400 Personen). Dieser Anstieg konnte die Verluste in den vorgenannten Dienstleistungsbereichen jedoch nicht ausgleichen. In der Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei fiel der Rückgang mit 0,3 Prozent (-100 Personen) vergleichsweise gering aus.

Im Ländervergleich nahm die Erwerbstätigkeit in 15 der 16 Bundesländer ab. Lediglich Hamburg verzeichnete einen leichten Zuwachs von 0,1 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern lag mit einem Rückgang von 0,8 Prozent an 13. Stelle. Stärkere Rückgänge gab es nur im Saarland (-1,2 Prozent), in Thüringen
(-1,1 Prozent) und in Sachsen (-1,1 Prozent).

Weitere Auskünfte erteilt Herr Martin Axnick, Telefon 0385 588-56420.

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