Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Höchstwerte beim Volkseinkommen und bei der Produktivität

Nr.54/2026  | 18.08.2026  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern belief sich das Volkseinkommen im Jahr 2024 auf 45,8 Milliarden EUR, wie aus den Ergebnissen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder hervorgeht. Dies sind 29.082 EUR je Einwohnerin und Einwohner. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern weiter mitteilt, lag das Volkseinkommen in Mecklenburg-Vorpommern damit bei 75,9 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Mit 75,5 Prozent entfiel 2024 der überwiegende Teil des Volkseinkommens auf das Arbeitnehmerentgelt. Der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen, die sogenannte Lohnquote, stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozentpunkte. Die Lohnquote war damit so hoch wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Der Anteil der Unternehmens- und Vermögenseinkommen ist am Volkseinkommen 2024 zurückgegangen und lag zuletzt im Jahr 2003 niedriger als 2024.

Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen als Maß für die Produktivität stieg nominal in Mecklenburg-Vorpommern von 63.364 EUR im Jahr 2019 auf 80.891 EUR im Jahr 2024. Damit erreichte der Nordosten zuletzt 85,9 Prozent des deutschen Durchschnitts. Dies entspricht einem Anstieg um 4,8 Prozentpunkte und markiert den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Auch der Verdienst je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer entwickelte sich positiv. Der Verdienst je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer stieg von 31.212 EUR im Jahr 2019 auf 38.665 EUR im Jahr 2024. Damit wurden 84,2 Prozent des deutschen Durchschnitts erreicht. Auch dies stellt einen Höchstwert seit der Wiedervereinigung dar.

Der mit der Wiedervereinigung gestartete Aufholprozess ist weiter im Gange. Die Entwicklung zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern bei Produktivität und Arbeitseinkommen in den vergangenen Jahren weiter zum Bundesdurchschnitt aufgeschlossen hat und zuletzt Höchstwerte verbuchen konnte. Beim Volkseinkommen je Einwohner bleibt der Abstand zum Bundesdurchschnitt mit 75,9 Prozent jedoch groß. Nur Thüringen (74,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (73,1 Prozent) lagen 2024 noch niedriger. Am höchsten im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sind die Volkseinkommen in den Ländern Hamburg (120,9 Prozent), Bayern (116,8 Prozent) und Baden-Württemberg (110,7 Prozent).

Das Volkseinkommen umfasst die Summe der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die den in Mecklenburg-Vorpommern ansässigen Inländerinnen und Inländer zugeflossen sind. Es umfasst das empfangene Arbeitnehmerentgelt sowie die Unternehmens- und Vermögenseinkommen.

Weiterführende Informationen zum Thema Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesamtwirtschaft-&-Umwelt/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen/. Der Statistische Bericht "Bruttonationaleinkommen und Volkseinkommen" (Kennziffer P173 2024 00) kann kostenfrei im PDF- und XLSX-Format heruntergeladen werden.

Weitere Auskünfte erteilt Herr Martin Axnick, Telefon 0385 588-56420.

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