Umweltschutzwirtschaft 2024
Umsatz mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz um 9,3 Prozent gestiegen
Der Trend steigender Umsätze mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz setzte sich auch im Jahr 2024 fort. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, stieg gegenüber dem Vorjahr der umweltschutzbezogene Umsatz im Land um 9,3 Prozent auf 5,18 Milliarden EUR. Deutschlandweit waren es insgesamt 117,49 Milliarden EUR und ein leichter Rückgang von 1,9 Prozent im Vergleich zu 2023. Die Zahl der Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern stieg im Vergleich 2023 mit 2024 ebenfalls an: von 316 auf 321. Jedoch nahm die Zahl der für den Umweltschutz Beschäftigten um 1.188 Beschäftigte ab. Das waren 2024 im Land 12,2 Prozent weniger sogenannte „Green Jobs“ als 2023. In Deutschland gab es im Vergleich ebenfalls 0,1 Prozent weniger „Green Jobs“.
Der Umsatz-Anstieg in Mecklenburg-Vorpommern resultiert vor allem aus Umsätzen, die im Inland erwirtschaftet wurden. Hier legten die befragten Betriebe um 430,19 Milliarden EUR bzw. 34,1 Prozent gegenüber 2023 zu. Im Ausland erzielten die Betriebe der Umweltschutzwirtschaft ein Umsatzplus von 11,46 Milliarden EUR (+0,3 Prozent).
Der höchste Umsatz wurde in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,80 Milliarden EUR - wie in den Jahren zuvor - im Umweltbereich Klimaschutz erreicht. Das entspricht einem Anteil am gesamten umweltschutzbezogenen Umsatz im Land von 92,7 Prozent. 2023 lag der Anteil noch bei 90,2 Prozent.
4,9 Prozent der umweltschutzbezogenen Umsätze (0,25 Milliarden EUR) erzielten die befragten Betriebe mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutzbereich Abwasserwirtschaft. Dazu zählen zum Beispiel Umsätze aus der Herstellung von Abwasserrohren und -sammlern, Abwasserpumpen, Regenentlastungsanlagen, Kanalbau oder Maßnahmen zur Kanalreinigung.
Die restlichen 2,4 Prozent der umweltschutzbezogenen Umsätze gab es aus Gütern und Leistungen in den Umweltschutzbereichen Luftreinhaltung, Abfallwirtschaft, Arten- und Landschaftsschutz, Lärmbekämpfung, Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser bzw. waren bereichsübergreifend.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern befand sich Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2024 im oberen Drittel beim Anteil der umweltschutzbezogenen Umsätze am Umsatz des Betriebes insgesamt. 3,2 Prozent der Betriebe im Bereich der Umweltschutzwirtschaft in Deutschland lagen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie erwirtschafteten knapp 4,4 Prozent der umweltschutzbezogenen Umsätze mit 2,1 Prozent der Beschäftigten. Bayern erzielte mit den meisten Betrieben und Beschäftigten in der Umweltschutzwirtschaft den größten umweltschutzbezogenen Umsatz. Schlusslicht bei den Flächenländern stellte im Jahr 2024 Brandenburg dar.
Weiterführende Informationen zum Thema "Umwelt" finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesamtwirtschaft-&-Umwelt/Umwelt/ Der Statistische Bericht "Umsatz und Beschäftigte in der Umweltschutzwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern 2024" (Kennziffer: Q323 2024 00) kann kostenfrei im PDF- und XLSX-Format heruntergeladen werden.
Weitere Auskünfte erteilt Herr Christoph Epperlein, Telefon 0385 588-56411.




