Abfallentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern 2024

Leichter Anstieg der Gesamtabfallmengen in den Abfallentsorgungsanlagen des Landes im Vergleich zum Vorjahr

Nr.30/2026  | 12.05.2026  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2024 gut 5,7 Millionen Tonnen Abfälle in den 211 hiesigen Abfallentsorgungsanlagen behandelt. Die Gesamtabfallmenge stieg damit leicht (+1,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr 2023. Dabei stammen gut 76,4 Prozent (4,3 Millionen Tonnen) der Abfälle aus Mecklenburg-Vorpommern und rund 23,6 Prozent (1,3 Millionen Tonnen) aus anderen Bundesländern oder dem Ausland. Unter den behandelten und entsorgten Abfällen befanden sich 0,4 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle (7,4 Prozent). Das sind Abfälle, die im besonderen Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar sind bzw. Erreger übertragbarer Krankheiten enthalten oder hervorbringen.

Ein Anstieg an Abfallmengen wurde mit gut 2,3 Millionen Tonnen (40,7 Prozent) bei den Anlagen zur Verfüllung bergbaufremder Abfälle verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr nahm nicht nur die Abfallmenge zu (+0,1 Millionen Tonnen), sondern auch die Anzahl der übertägigen Abbaustätten (2024: 62 Stück, 2023: 52 Stück). Erneut wurden in 2024 die zweitgrößten Abfallmengen in den zwölf Feuerungsanlagen mit energetischer Verwertung von Abfällen (0,9 Millionen Tonnen, 15,5 Prozent) verfeuert. An dritter Stelle wurden erneut in 2024 die Deponien in Mecklenburg-Vorpommern mit 0,6 Millionen Tonnen (10,7 Prozent) des Abfalls bedient.

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern weiter mitteilt, stellen Bau- und Abbruchabfälle mit 2,9 Millionen Tonnen, wie auch schon in den Vorjahren, den größten Anteil an behandelten Abfällen dar (50,6 Prozent). Mit 1,3 Millionen Tonnen folgen die Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen, öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen sowie der Aufbereitung von Wasser (23,8 Prozent). Den drittgrößten Anteil am Abfallaufkommen weisen die Siedlungsabfälle mit 0,8 Millionen Tonnen auf (13,9 Prozent).

Nach der Behandlung und Entsorgung der 5,7 Millionen Tonnen eingehenden Abfälle (Input) fielen bei 135 Entsorgungsanlagen 1,7 Millionen Tonnen ausgehende Abfälle (Output) an. Aus dieser Menge konnte mehr als die Hälfte (54,8 Prozent, 0,9 Millionen Tonnen) als erzeugtes Produkt oder Sekundärrohstoff wiederverwendet werden. Fast eine halbe Million Tonnen Abfälle wurden in Mecklenburg-Vorpommern recycelt oder der stofflichen Verwertung zugeführt. Unter den ausgehenden Abfällen befanden sich knapp 0,2 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle (9,6 Prozent).

Weiterführende Informationen zum Thema Umwelt finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesamtwirtschaft-&-Umwelt/Umwelt/. Der Statistische Bericht „Abfallentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern 2024“ (Q2A3 2024 00) kann kostenfrei im PDF- und XLSX-Format heruntergeladen werden. Er enthält die Ergebnisse aus zwei Erhebungen (Erhebung der Abfallentsorgung bei den Betreibern zulassungsbedürftiger Abfallentsorgungsanlagen (Tabellenblock 1) und Erhebung über die Abfalleinsammlung im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Entsorgung Tabellenblock 2).

Weitere Auskünfte erteilt Frau Steffi Behlau, Telefon 0385 588-56410.

Karriere

Stellenausschreibung © LAiV

Das LAiV als Arbeitgeber

zu allen Stellenangeboten

Ausbildung

Berufsziel Geomatikerin/Geomatiker: © produktionsbüro TINUS

Berufsziel Geomatikerin/Geomatiker

zu den Ausbildungsberufen

Statistik

Grafik auf dem Deckblatt des Zahlenspiegels © LAiV

Monatlich aktualisierte Daten 

zum Zahlenspiegel