Strafvollzug zum 31. März 2023

Weniger Gefangene in Haftanstalten des Landes – Rückgang um 2,3 Prozent

Nr.107/2023  | 28.11.2023  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Ende März 2023 befanden sich in den vier Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns 987 Gefangene, darunter 943 Männer und 44 Frauen. Das waren 23 Inhaftierte bzw. 2,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Deutlich verringert hat sich die Anzahl der weiblichen Gefangenen, die gegenüber dem Vorjahr um zehn Frauen bzw. um 18,5 Prozent zurückgegangen ist. Allerdings lag der Anteil der weiblichen Gefangenen im Land insgesamt lediglich bei 4,5 Prozent. 

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern weiter mitteilt, ist die Anzahl nichtdeutscher Personen in den Haftanstalten (einschließlich Staatenlose) um 2,6 Prozentpunkte gestiegen. So lag 2023 der prozentuale Anteil an Gefangenen ohne deutschen Pass bei 17,9 Prozent, im Vorjahr hingegen bei 15,3 Prozent. 

Von den Ende März 2023 Inhaftierten waren 742 Personen (75,2 Prozent) im Freiheitsentzug, 159 (16,1 Prozent) in Untersuchungshaft, 69 (7,0 Prozent) im Jugendstrafvollzug, 15 (1,5 Prozent) in Sicherungsverwahrung und zwei (0,2 Prozent) im sonstigen Freiheitsentzug. 

Etwas mehr als die Hälfte der Gefangenen (54,3 Prozent) waren bereits vorbestraft, die meisten (21,6 Prozent) von ihnen sogar fünf- bis zehnmal. 

Die Altersgruppe zwischen 30 und 40 Jahren war unter den Gefangenen am 31. März 2023 mit 365 Männern und Frauen (37,0 Prozent) am stärksten vertreten. 70 Jahre und älter waren lediglich acht Personen und 21 Personen unter 18 Jahren. Die meisten Gefangenen hatten eine Strafe mit einer Dauer von bis zu fünf Jahren (72,4 Prozent) zu verbüßen, 6,6 Prozent von mehr als fünf Jahren. 3,1 Prozent sind zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden und 17,8 Prozent auf unbestimmte Dauer. 

Bei jeder vierten Person der insgesamt 826 Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten lag als Grund für die Inhaftierung eine Straftat gegen Personen (ohne Straßenverkehrsdelikte) vor wie zum Beispiel Körperverletzung, Totschlag oder Mord, gefolgt von Diebstahl und Unterschlagung in 133 Fällen bzw. 16,1 Prozent. 

Weiterführende Informationen zum Thema  Strafvollzug finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter Rechtspflege. Der Statistische Bericht Strafvollzug – Gefangene und Verwahrte in den Justizvollzugsanstalten (Kennziffer B 663 2023 00) kann kostenfrei im PDF- und XLSX-Format heruntergeladen werden.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Darlin Victoria Böhme, Telefon 0385 588-56413.

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