Equal Pay Day erstmals früher als Frauentag

Frauen in M-V verdienen 5 Prozent weniger als Männer

Nr.19/2022  | 07.03.2022  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Mecklenburg-Vorpommern hat sich auch im Corona-Jahr 2021 nicht prägnant verändert. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern liegt der Gender Pay Gap im Land bei 5 Prozent. Das ist 1 Prozentpunkt weniger als im Jahr zuvor. Frauen in Mecklenburg-Vorpommern erhielten damit im Jahr 2021 nur noch 0,81 EUR brutto pro Stunde weniger als ihre männlichen Kollegen (2020: 0,99 EUR). Insgesamt verdienten Frauen 17,11 EUR und Männer 17,92 EUR.

In Deutschland beträgt der unbereinigte Gender Pay Gap im Durchschnitt wie schon 2020 unverändert 18 Prozent und ist damit über Zweidrittel höher als in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist auf den „traditionell“ größeren Verdienstunterschied in den westlichen Bundesländern zurückzuführen. Seit 2016 sinkt der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern im Bundesdurchschnitt leicht, aber kontinuierlich, während er zwischen 2006 und 2015 fast unverändert blieb. Daher findet der Equal Pay Day – der Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten – jedes Jahr etwas früher statt. In diesem Jahr fällt er auf den 7. März und liegt damit erstmals vor dem Internationalen Tag der Frauen am 8. März.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigt mit Arbeitsort Mecklenburg-Vorpommern waren zum Stichtag 30. Juni 2021 rund 291 000 Frauen. Davon hatten 71 Prozent bzw. 207 000 sozialversicherungsbeschäftigte Frauen einen anerkannten Berufsabschluss. Gut jede zweite Frau arbeitete in Vollzeit, 48 Prozent in Teilzeit. Dagegen war Teilzeit bei den männlichen Beschäftigten weiter kaum üblich. 2021 lag der Anteil bei knapp 14 Prozent.

Der unbereinigte Gender Pay Gap gibt keine Auskunft über die Ursachen des geschlechtsspezifischen Verdienstabstands. In seinem Wert kommen nicht nur Differenzen in der individuellen Entlohnung, sondern
– neben der höheren Teilzeitquote bei Frauen – auch Unterschiede in den Beschäftigungsstrukturen zum Ausdruck.

Der vorliegende Gender Pay Gap wurde auf Basis der Verdienststrukturerhebung unter Einbeziehung von Ergebnissen der vierteljährlichen Verdiensterhebungen ermittelt.

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter Verdienste & Arbeitskosten sowie unter Erwerbstätigkeit.

Weitere Auskünfte erteilen Frau Dr. Margit Herrmann (Erwerbstätigkeit), Telefon 0385 588-56042 und Herr Thomas Hilgemann, Telefon 0385 588-56041.

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