Zum Equal Pay Day

Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern

Nr.09/2021  | 09.03.2021  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Am 10. März ist Equal Pay Day! Dieser Tag markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Je früher im Jahr dieser Aktionstag für Lohngerechtigkeit stattfindet, desto geringer fällt die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern aus. Dieser geschlechtsspezifische Verdienstunterschied wird im Gender Pay Gap erfasst.

Nach dem unbereinigten Gender Pay Gap haben Frauen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020 insgesamt 6 Prozent weniger verdient als Männer. Damit hat sich die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern im Land seit 2016 praktisch nicht verändert. Unbereinigt ist der Gender Pay Gap, weil er die strukturellen Unterschiede zwischen den Geschlechtergruppen nicht berücksichtigt, auf die der Verdienstunterschied zu einem Großteil zurückzuführen ist. Zum Beispiel arbeiten Frauen eher in schlechter bezahlten Berufen als Männer und sie sind seltener in Führungspositionen.

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern anhand der fortgeschriebenen Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung mitteilt, verdienten Frauen im Land mit durchschnittlich 16,42 EUR brutto in der Stunde 0,99 EUR weniger als Männer (17,41 EUR). 2019 hatte die Differenz 1,04 EUR betragen.

Nach wie vor fiel in Mecklenburg-Vorpommern wie in ganz Ostdeutschland der Gender Pay Gap deutlich geringer aus als im Bundesdurchschnitt. So lag der unbereinigte Wert in Deutschland im Jahr 2020 bei durchschnittlich 18 Prozent. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiteten Frauen in Deutschland 69 Tage, vom 1. Januar bis zum 10. März 2021, umsonst. Damit hat sich der Equal Pay Day bundesweit vom bisher errechneten 14. März (entsprach 20 Prozent Gehaltsunterschied) um vier Tage nach vorne verlagert.

Im bereinigten Gender Pay Gap wird jener Teil des Verdienstunterschieds herausgerechnet, der auf strukturelle Unterschiede zwischen den Geschlechtergruppen zurückzuführen ist, wie Unterschiede bei Berufen, Beschäftigungsumfang, Bildungsstand, Berufserfahrung oder der Anteil von Frauen in Führungspositionen. Der bereinigte Gender Pay Gap beschreibt somit den Verdienstunterschied von Frauen und Männern in einer vergleichbareren Situation. Der bereinigte Gender Pay Gap wird in der amtlichen Statistik auf Basis der vierjährlichen Verdienststrukturerhebung berechnet, zuletzt im Jahr 2018. Damals ergab sich für Deutschland ein Wert von 5,9 Prozent und für Mecklenburg-Vorpommern ein Wert von 5,7 Prozent. Damit verdienten Frauen im Land – unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit, äquivalenter Qualifikation, vergleichbarer Leistungsgruppe, gleichem Dienstalter und einer Beschäftigung mit vergleichbarem Umfang – im Jahr 2018 pro Stunde 5,7 Prozent weniger als Männer.

Weitere Auskünfte erteilt Herr Thomas Hilgemann, Telefon 0385 588-56041.

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