Umweltschutzwirtschaft erzielte im Jahr 2010 2,0 Milliarden EUR Umsatz, fast die Hälfte davon entfiel auf die Windbranche

Nr.50/2012  | 26.07.2012  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz wurden in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2010 Gesamtumsätze in Höhe von 1 971,4 Millionen EUR erzielt. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, waren das 594,3 Millionen EUR oder 43 Prozent mehr als im Jahr 2009, das unter dem Einfluss der Wirtschaftskrise stand. Etwa 6 500 Beschäftigte waren 2010 in der Umweltschutzwirtschaft tätig (2009: 5 200 Beschäftigte).

Allein 1 753,8 Millionen EUR und damit 89 Prozent des gesamten umweltschutzbezogenen Umsatzes wurden mit Waren und Leistungen für den Klimaschutz erwirtschaftet. Den größten Anteil daran hat die Produktion von Windkraftanlagen oder Komponenten für diese Anlagen. Die Windbranche erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von 955,6 Millionen EUR, das sind 48 Prozent des gesamten umweltschutzbezogenen Umsatzes im Land. Mit der Fertigung von Komponenten für solarthermische bzw. Fotovoltaikanlagen oder der Herstellung ganzer Anlagen wurden 491,3 Millionen EUR erwirtschaftet, was 25 Prozent des Umweltschutzumsatzes entspricht.

Darüber hinaus wurden größere Umsätze mit Waren und Leistungen für den Gewässerschutz erzielt, beispielsweise für Abwasserkanäle und Kläranlagen. Sie beliefen sich 2010 auf 123,9 Millionen EUR, das sind 6 Prozent der umweltschutzbezogenen Umsätze im Land.

Mit Waren und Leistungen für Abfallwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, Bodensanierung, Luftreinhaltung und Lärmbekämpfung erwirtschafteten die Betriebe zusammen 62,4 Millionen EUR. Weitere 31,4 Millionen EUR wurden mit Umweltschutzgütern realisiert, die nicht allein einem der genannten Bereiche zuzuordnen sind. Rund 40 Prozent des umweltschutzbezogenen Umsatzes (782,8 Millionen EUR) wurden im Ausland erzielt, vor allem durch den Export von Windkraftanlagen und Komponenten.

Der weitaus größte Teil des Umsatzes der Umweltschutzwirtschaft entfällt auf die Industriebetriebe (den Bereich Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe). Im Jahr 2010 wurden in den Industriebetrieben 1 743,1 Millionen EUR Umsatz mit Erzeugnissen für den Umweltschutz erzielt (Anteil: 88 Prozent), darunter im Maschinenbau 790,4 Millionen EUR, bei der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen 437,4 Millionen EUR sowie bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen 122,9 Millionen EUR. Das Baugewerbe hatte einen Anteil am gesamten Umweltschutzumsatz von 5 Prozent und der Dienstleistungssektor (vor allem Architektur- und Ingenieurbüros, Forschung und Entwicklung) von 4 Prozent.

Ein Vergleich der Umsatz-Anteile mit der Beschäftigtenzahl zeigt, dass die Beschäftigungseffekte der Umweltschutzwirtschaft im Baugewerbe und Dienstleistungssektor größer als in der Industrie sind: Von den rund 6 500 Beschäftigten, die den Umweltschutzumsatz 2010 erbrachten, waren immerhin 18 Pro­zent im Dienstleistungssektor und 22 Prozent im Baugewerbe tätig. Gut die Hälfte der Beschäftigtenzahl in der Produktion von Umweltschutzgütern entfiel auf die Industriebetriebe (59 Prozent).

Diese und weitere Informationen enthält der kürzlich veröffentlichte Statistische Bericht "Waren und Dienstleistungen für den Umweltschutz in Mecklenburg-Vorpommern 2010". Der Bericht steht kostenfrei im Internet unter http://www.statistik-mv.de zur Verfügung. Das Druckexemplar kann schriftlich unter der Bestellnummer Q323 2010 00 beim Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 120135, 19018 Schwerin oder per Telefax 0385 588-56658 bzw. per E-Mail statistik.vertrieb@statistik-mv.de zum Preis von 2,00 EUR zuzüglich Versandkosten erworben werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Birgit Weiß, Telefon 0385 588-56441.

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