Anstieg des Bruttoinlandsprodukts 2011 um 1,3 Prozent
Nach Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, ist das Bruttoinlandsprodukt, umfassender Ausdruck für die volkswirtschaftliche Gesamtleistung, in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,3 Prozent angestiegen. Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg danach das Bruttoinlandsprodukt um 2,5 Prozent, im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) um 3,1 Prozent und im Bundesdurchschnitt um 3,0 Prozent. An der Gesamtwirtschaftsleistung Deutschlands hatte Mecklenburg-Vorpommern mit einem Bruttoinlandsprodukt von 34 987 Millionen EUR einen Anteil von 1,4 Prozent (Bevölkerungsanteil: 2,0 Prozent).
Zum Wirtschaftswachstum 2011 trug vor allem das Produzierende Gewerbe (+ 4,7 Prozent) bei. Innerhalb dieses wichtigen Bereiches der Gesamtwirtschaft stieg die Bruttowertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes preisbereinigt sogar um 7,3 Prozent. Damit war das Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe aber trotzdem niedriger als im Durchschnitt der neuen Länder ohne Berlin (+ 10,6 Prozent) und im Durchschnitt des früheren Bundesgebiets einschließlich Berlin (+ 8,0 Prozent) bzw. Deutschlands (+ 8,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe hat einen Anteil an der Wirtschaftsleistung des Landes von 10,8 Prozent. Das Baugewerbe, ebenfalls Bestandteil des Produzierenden Gewerbes, hatte ein Wachstum um 4,9 Prozent, was im Durchschnitt der neuen Länder (+ 4,8 Prozent; früheres Bundesgebiet: + 3,2 Prozent) lag.
Ein Wachstum wies auch der Dienstleistungsbereich aus (+ 0,7 Prozent), das jedoch deutlich geringer als im Bundesdurchschnitt war (+ 1,9 Prozent; neue Länder: + 1,0 Prozent; früheres Bundesgebiet: + 2,0 Prozent). Positiv war hier die Entwicklung in den Bereichen Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation (+ 1,7 Prozent;aber neue Länder: + 3,5 Prozent; alte Länder: + 3,3 Prozent) sowie Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister einschließlich Grundstücks- und Wohnungswesen (+ 1,0 Prozent; neue Länder: + 1,5 Prozent; alte Länder: + 2,1 Prozent).
Im Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei sank die Wirtschaftsleistung dagegen stark (- 7,8 Prozent; neue Länder: - 2,8 Prozent; alte Länder: + 4,9 Prozent). Sein Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung beträgt aber nur 3,5 Prozent.
Die Zahl der Erwerbstätigen war im Jahr 2011 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Damit stieg das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern preisbereinigt um 1,9 Prozent, zwar langsamer als im Durchschnitt der neuen Länder ohne Berlin (+ 2,3 Prozent) aber schneller als im früheren Bundesgebiet (+ 1,5 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigen erreichte 2011 76,8 Prozent des Bundesdurchschnitts, das waren 48 014 EUR je Erwerbstätigen. Je geleisteter Arbeitsstunde der Erwerbstätigen wurden 31,69 EUR Bruttoinlandsprodukt erarbeitet, 1,9 Prozent mehr als 2010. Hier wurden 71,6 Prozent des Bundesdurchschnitts erreicht.
Hinweis:
Mit der heutigen Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts und der Bruttowertschöpfung 2011 nach Ländern wird vom Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder das erste detaillierte Jahresergebnis der regionalen Wirtschaftsentwicklung auf Basis der Wirtschaftszweiggliederung WZ 2008 und nach der VGR-Revision 2011 vorgelegt. Diese Ergebnisse sind mit Veröffentlichungen aus Vorjahren nicht vergleichbar. Weitere Informationen zur VGR-Revision stehen im Internetangebot des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" unter www.vgrdl.de zur Verfügung.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56041.




