Erste Ergebnisse der Aquakulturstatistik liegen vor
22 Betriebe erzeugten 2011 fast 1 000 Tonnen Fisch
Anfang dieses Jahres befragten die Agrarstatistiker in Deutschland zum ersten Mal alle Produzenten von Aquakulturen nach der Struktur ihres Betriebes und der erzeugten Menge an Fischen, Krebs- und Weichtieren sowie Algen. Wie das Statistische Amt zu den Ergebnissen mitteilt, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 22 Betriebe mit Erzeugung der Aquakultur in den verschiedenen Produktionsrichtungen, die in ihren Anlagen im Jahr 2011 zusammen fast 1 000 Tonnen Fisch erzeugten. Vorherrschend sind die Teichwirtschaft und die Produktion von Fischen in geschlossenen Behälteranlagen; eine Erzeugung von Weichtieren und Algen konnte nicht nachgewiesen werden.
Einbezogen wurden die verschiedenen Haltungsverfahren, wie Teiche, Becken und Fließkanäle, Kreislaufanlagen und Netzgehege, nicht jedoch die für das gewässerreiche Land typische allgemeine Fluss- und Seenfischerei.
Die Erhebung führte zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2011 in Mecklenburg-Vorpommern 22 Betriebe der Aquakultur zusammen eine Fischmenge von 997,1 Tonnen erzeugten, darunter 283,1 Tonnen in Teichen, 118,6 Tonnen in Becken bzw. Fließkanälen oder speziellen Forellenteichen und 547,6 Tonnen in Kreislaufanlagen. 21 der 22 Betriebe betreiben ihre Anlagen im Binnenland, lediglich ein Betrieb in der Ostsee. Nur eine geringe Rolle spielen Netzgehege in Seen oder Flüssen, in denen drei Betriebe Fische erzeugten.
Von der erzeugten Menge haben so genannte sonstige Fische, das sind Nicht-Speisefische zur Erhaltung des Öko-Systems der Gewässer, aber auch Brut, Satzfische und Jungfische, mit 408,0 Tonnen bzw. 40,9 Prozent den größten Anteil. Zusammen 332,3 Tonnen bzw. ein Drittel der Menge entfallen auf Regenbogenforellen (ohne Lachsforellen) und den Gemeinen Karpfen. Mit knapp einem Viertel der Menge sind verschiedene Welsarten an der Aquakultur beteiligt. Weitere Süßwasserfische, wie Lachsforelle, Bachsaibling, Zander, Hecht und Aal, haben mengenmäßig nur geringe Bedeutung; zusammen ergeben sie weniger als 3 Prozent der erzeugten Menge.
Die Aquakulturbetriebe nutzen vielfältige Vermarktungswege. Ein Viertel der Gesamterzeugung wird von 19 Betrieben auf direktem Wege vermarktet, 28 Prozent von 7 Betrieben über den Großhandel,
13 Prozent wird von 8 Betrieben an den Einzelhandel verkauft. Für gut ein Viertel der Erzeugung haben 7 Betriebe sonstige Vermarktungswege gefunden, wie Gastronomie, Angelparks, andere Aquakulturbetriebe und weiterverarbeitende Betriebe zur Veredelung. 12 Betriebe gaben an, die erzeugte Menge bzw. einen Teil davon selbst weiterzuverarbeiten oder als Eigenbedarf zu nutzen.
Regionale Schwerpunkte der Aquakultur sind die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte mit 8 Betrieben und 48 Prozent der im Land erzeugten Speisefische, Rostock mit 6 Betrieben und 27 Prozent sowie Ludwigslust-Parchim mit 4 Betrieben und 18 Prozent der Erzeugung von Speisefischen.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 588-56044.




