Anstieg der Verbraucherpreise im Juni 2012 weiter rückläufig

Nr.34/2012  | 03.07.2012  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Auch im Juni 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Mecklenburg-Vorpommern, aber geringer als in den Monaten zuvor. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg er um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Mai sank er um 0,2 Prozent. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes setzte sich damit die Abschwächung der Teuerung zum dritten Mal in Folge fort. Beeinflusst wird diese Entwicklung wesentlich durch die Preisnachlässe im Energiebereich.
Das Gesamtpreisniveau zum Basisjahr 2005 (= 100) erhöhte sich im Juni auf 115,2 Prozent.

Haushaltsenergie und Kraftstoffe, bis vor wenigen Monaten die größten Preistreiber in der Teuerungsrate, waren zusammen um 1,8 Prozent billiger als im Mai, lagen aber immer noch um 3,4 Prozent über dem Preisniveau vor Jahresfrist. Dabei stiegen die Preise für Haushaltsenergie um 3,9 Prozent im Vergleich zum Juni 2011; im Monatsvergleich waren sie um 0,6 Prozent günstiger. Die Preise für Heizöl, sicher auch saisonbedingt, gaben bei diesem Vergleich sogar um 7,3 Prozent nach. Kraftstoffe wurden im Monatsvergleich um 3,9 Prozent billiger, darunter Diesel um 5,0 Prozent und Super um 3,4 Prozent. Dennoch waren sie im Juni 2012 um durchschnittlich 2,7 Prozent teurer als im Juni 2011, Diesel allerdings nur noch um 0,8 Prozent, Super jedoch um 3,5 Prozent. Ohne Energie stieg der Gesamtindex im Juni um 1,4 Prozent im Jahresvergleich und blieb exakt auf dem Niveau des Vormonats.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Index mit + 3,3 Prozent zum Vorjahr überdurchschnittlich. Entgegen dem Gesamttrend lagen im Monatsvergleich ihre Preise um 0,6 Prozent höher als im Mai. Kaum Entspannung gab es auch im Juni bei den Warengruppen und Einzelpositionen, bei denen die Preisentwicklung bereits in den vorherigen Monaten auffallend war. So blieben Brot und Getreideerzeugnisse (+ 3,9 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+ 7,3 Prozent), aber auch Fische und Fischwaren (+ 8,1 Prozent) teurer als vor einem Jahr. Im Monatsvergleich zog vor allem Obst mit + 5,0 Prozent spürbar an. Entlastungen in Jahresfrist hingegen gab es - wie schon im Mai - bei Butter mit
- 27,1 Prozent. Nahezu unverändert im Aufwärtstrend und damit auf dem Niveau des Vormonats blieben im Juni Weizenmehl mit + 50,5 Prozent und Zucker mit + 31,3 Prozent im Jahresvergleich.

Günstig für den Verbraucher, vielleicht auch witterungsbedingt beeinflusst, war die Preisentwicklung bei Bekleidung und Schuhen. Der Index stieg zwar um 2,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat, fiel aber um 2,1 Prozent im Monatsvergleich.

Ausgaben der Verbraucher für Verkehr und die damit verbundenen Dienstleistungen relativierten sich im Juni durch die Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen. Dadurch erhöhten sie sich im Jahresvergleich um 2,2 Prozent, bleiben aber um 1,1 Prozent unter denen im Monat Mai.

Unterdurchschnittlich stiegen im letzten Monat vor der Sommersaison die Preise für Freizeit, Unterhaltung und Kultur mit lediglich 1,6 Prozent zum Vorjahr.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 588-56044.

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