Wanderungsverlust im Jahr 2010 deutlich verringert
Der Wanderungsverlust, der Saldo aus Zu- und Fortzügen, belief sich 2010 auf 3 630 Personen. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr damit mehr als halbiert. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes ist dieser Rückgang gegenüber 2009 sowohl auf deutlich gesunkene Wanderungsverluste gegenüber den anderen Ländern der Bundesrepublik (- 4 998 Personen, 1 972 weniger als 2009) als auch auf Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland (+ 1 368 Personen) zurückzuführen. Auch 2010 haben vor allem junge Menschen Mecklenburg-Vorpommern verlassen. Die Mobilität innerhalb des Landes ist weiter zurückgegangen.
Der Wanderungsverlust von insgesamt 3 630 Personen resultiert aus Wanderungsverlusten gegenüber den anderen Ländern der Bundesrepublik von 4 998 Personen, die durch Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland von 1 368 Personen abgeschwächt wurden. Der Wanderungsverlust insgesamt hat sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte reduziert (- 4 214 Personen, - 53,7 Prozent). Insgesamt waren 31 745 Zuzüge, darunter 6 680 aus dem Ausland, und 35 375 Fortzüge, darunter 5 312 in das Ausland, über die Landesgrenze zu verzeichnen. Die Zahl der Fortzüge verringerte sich um 9,9 Prozent, der ins Ausland um 22,4 Prozent, dagegen erhöhte sich die Zahl der Zuzüge um 1,1 Prozent, der aus dem Ausland um 11,9 Prozent.
Die Betrachtung nach dem Geschlecht zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern 2010 im Saldo der Wanderungsbewegungen doppelt so viele Männer wie Frauen verloren hat, was insbesondere auf die Wanderungsverluste in der Altersgruppe der 15- bis unter 30-Jährigen zurückzuführen ist.
Auch wenn bei den jungen Frauen in dieser Altersgruppe deutlich weniger Frauen als in den Vorjahren absolut fortgezogen sind, ist ihr Anteil an den Fortzügen insgesamt in dieser Altersgruppe über die vergangenen Jahre mit etwa 26 Prozent konstant geblieben.
Das Geschlechterverhältnis hat sich damit im letzten Jahr wieder etwas angeglichen. Auf 1 000 Männer kamen 889 Frauen.
Bis zu den 55-Jährigen waren in fast allen Altersjahren Wanderungsverluste zu verzeichnen, die absolut höchsten allerdings bei den 20- bis unter 25-Jährigen mit 2 030 Personen. Bei den 25- bis unter 30-Jährigen waren es 1 934 Personen. Bei den 20- bis unter 25-Jährigen entsprach der Wanderungsverlust etwa 1,8 Prozent der am Jahresanfang in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Einwohner dieser Altersgruppe.
Hauptabwanderungsländer waren Hamburg (Wanderungsverlust insgesamt 1 922 Personen), Berlin (1 479), Schleswig-Holstein (1 248), Niedersachsen (611) und Nordrhein-Westfalen (205).
Gegenüber den neuen Ländern (ohne Berlin) konnte für Mecklenburg-Vorpommern ein Wanderungsgewinn von insgesamt 1 006 Personen registriert werden.
Innerhalb des Landes verlegten 56 939 Personen ihren Wohnsitz in eine andere Gemeinde, 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Jan Karpinski, Telefon 0385 588-56042.




