Zahlen zur Fußball-WM 2026
Sport in Mecklenburg-Vorpommern vor dem TV, auf dem Platz oder beim Einkauf
Jetzt rollt der Ball und die Welt schaut nach Kanada, Mexiko und in die Vereinigten Staaten zur 23. Fußballweltmeisterschaft (WM) der Männer.
Die meisten Sportbegeisterten aus Mecklenburg-Vorpommern (M-V) werden die WM wohl aus dem heimischen Wohnzimmer oder Garten per Fernsehgerät oder anderer technischer Endgeräte verfolgen. Laut der letzten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe waren nach eigenen Angaben 98,4 Prozent der befragten Haushalte im Land mit einem Fernseher ausgestattet. 93,6 Prozent besaßen entweder einen stationären PC, einen Laptop, ein Netbook oder ein Tablet (Pressemitteilung Nr.18/2026, 17.03.2026). Ob angesichts der späten oder sehr frühen Anstoßzeiten viele Familien und Freunde in M-V die Spiele wieder gemeinsam sehen, wird sich noch zeigen.
Auf jeden Fall bleibt so den hiesigen Zuschauenden genügend Zeit, selbst sportlich aktiv zu sein. Dazu stehen in M-V etwas mehr als 37.500 Hektar Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche zur Verfügung, das sind 1,6 Prozent der gesamten Fläche des Landes. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald – Heimatstadt des wohl bekanntesten Fußballers des Landes, Weltmeister Toni Kroos – verfügt über genau 371 Hektar Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche und entspricht knapp 520 Fußballfeldern. Das sind 7,3 Prozent der Gesamtfläche Greifswalds (5.081 Hektar) (Statistischer Bericht C193 2024 00).
Laut Landessportbund M-V waren im vergangenen Jahr knapp 302.000 Menschen in einem Verein oder einer Abteilung angemeldet. Das waren fast 11.600 Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor. Fußball ist dabei die mit Abstand beliebteste Sportart, hier zählten die Vereine im Land rund 86.200 Mitglieder (Statistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 4.8.7).
Ohne Geld geht bekanntlich wenig, bei der Fußball-WM schon einmal gar nicht. Aber auch hier im Land muss Sport finanziert werden. So gaben im Jahr 2023 die Gemeinden im Land rund 100,6 Millionen EUR an Sportförderung aus. Das sind 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner kamen damit rechnerisch 62 EUR (2022: 60 EUR) (Statistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 8.1.10). Auf der anderen Seite hat das Land rund 37,9 Millionen EUR an Steuern aus Sport- und Rennwetten, Lotterie, Online-Poker und virtuellen Automaten eingenommen. Die Einnahmen des Landes aus Biersteuer lagen 2024 bei rund 20,2 Millionen EUR (Statistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 9.1).
Auch der Einzelhandel verdient am Sport, zum Beispiel am Verkauf von Sportausrüstungen: So gab es 2024 insgesamt 325 Erhebungseinheiten im Bereich Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren. Sie erwirtschafteten einen Umsatz in Höhe von 216 Millionen EUR. Ein Jahr zuvor waren es 361 Betriebe mit einem Umsatz von 252 Millionen EUR. Im Dienstleistungsbereich Sport, Unterhaltung und Erholung erzielten 615 Erhebungseinheiten (2023: 620) einen Umsatz von 336 Millionen EUR (2023: 336) (Statistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 23.1.1, 23.2.1; Angaben aus 2024 auf Anfrage).
Noch mehr Statistische Angaben finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.laiv-mv.de/Statistik/ .
Weitere Auskünfte erteilt Michaela Ludmann (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Tel 0385 588-56045




