Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Rechnerischer Anstieg des Bruttoinlandsprodukts 2025 um 1,4 Prozent

Nr.22/2026  | 30.03.2026  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Nach Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, stieg in Mecklenburg-Vorpommern das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 preisbereinigt um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Bundesdurchschnitt: 0,2 Prozent) auf 63,6 Milliarden EUR an. Im Ländervergleich wies der Nordosten zusammen mit Bremen das höchste Wirtschaftswachstum auf. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, muss zur Einordnung des Wirtschaftswachstums 2025 die Revision des Vorjahresergebnisses berücksichtigt werden: Für das Jahr 2024 musste das preisbereinigte Wirtschaftswachstum von 1,3 auf -0,3 Prozent revidiert werden. Ohne die Vorjahresrevision hätte das BIP-Wachstum im Jahr 2025 in Mecklenburg-Vorpommern nur 0,3 Prozent betragen. 

Im längerfristigen Vergleich konnte das BIP im Nordosten von 2020 bis 2025 preisbereinigt um 5,0 Prozent zulegen und lag damit etwas höher als in Deutschland insgesamt (+4,6 Prozent). Im Bundesländervergleich rangiert Mecklenburg-Vorpommern damit im Mittelfeld an siebter Stelle. In der Gruppe der ostdeutschen Flächenländer hat sich die Wirtschaft in den letzten fünf Jahren in Mecklenburg-Vorpommern am besten entwickelt. Danach folgen Brandenburg (4,1 Prozent), Sachsen (3,7 Prozent), Thüringen (1,0 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-2,4 Prozent). 

Die Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern entwickelte sich im Jahr 2025 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Im Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei war die preisbereinigte Entwicklung der Bruttowertschöpfung mit -1,0 Prozent leicht negativ (Bundesdurchschnitt: +0,5 Prozent). Der Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung betrug hier aber nur 3,0 Prozent. Die Bruttowertschöpfung des Produzierenden Gewerbes stieg preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent (Bundesdurchschnitt: -1,1 Prozent). Der Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung betrug hier 24,5 Prozent. Innerhalb des Produzierenden Gewerbes war die Entwicklung heterogen. Während es im Baugewerbe zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um -4,1 Prozent (Bundesdurchschnitt: -2,9 Prozent) kam, nahm sie im Verarbeitenden Gewerbe um 7,0 Prozent (Bundesdurchschnitt -1,0 Prozent) zu. Im Dienstleistungsbereich – dort werden 72,5 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes erbracht – stieg die Bruttowertschöpfung um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Bundesdurchschnitt 0,6 Prozent). 

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass die den Berechnungen zugrundeliegende Datenbasis noch unvollständig ist. Daher können sich aus späteren Berechnungen – unter Einbezug von dann vorliegenden Quelldaten – sichtbare Abweichungen gegenüber den hier präsentierten Ergebnissen ergeben.
In jedem Jahr werden das BIP für die zurückliegenden Jahre neu berechnet und die Ergebnisse revidiert. Dabei werden erst später vorliegende statistische Quellen in die Berechnung einbezogen. Ebenso werden regelmäßig methodische Änderungen durchgeführt. Nach 3 Jahren ist die Datenbasis zur Berechnung des BIP weitestgehend vollständig. Insbesondere in Ländern mit einer vergleichsweise kleinen Wirtschaftskraft wie Mecklenburg-Vorpommern fallen die Revisionsdifferenzen regelmäßig größer aus. Im Jahr 2024 geht die Abwärtsrevision des BIP nahezu ausschließlich auf das Produzierende Gewerbe zurück, wobei der Energiesektor dabei eine herausragende Rolle spielt. 

Aktuelle Ergebnisse der regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen stehen im interaktiven "VGR Monitor der Länder" zur Verfügung.

Weitere Auskünfte gibt Herr Martin Axnick, Telefon 0385 588-56420.

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