Mikrozensus und Preise zum Valentinstag 2026 in M-V
Gleich und Gleich gesellt sich gern – Liebeserklärungen haben ihren Preis
Gegensätze ziehen sich an – heißt es. Doch wenn es um Partnerschaften geht, zeigt sich oft das Gegenteil. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Valentinstages mitteilt, hatten laut Mikrozensus 2024 von rund 368.000 Paaren in Mecklenburg-Vorpommern 68,0 Prozent das gleiche Bildungsniveau. 32,0 Prozent der Paare unterschieden sich hinsichtlich des Bildungsniveaus. Bei etwa jedem 40. Paar (2,7 Prozent) verfügte sowohl der Mann als auch die Frau über ein formal niedriges Bildungsniveau. 45,8 Prozent der Paare wiesen bei beiden einen mittleren Bildungsabschluss auf, während rund 19,5 Prozent der Paare aus zwei höher gebildeten Personen bestanden.
Bildungsunterschiede
Laut weiterer Ergebnisse des Mikrozensus zeigten sich bei Paaren mit unterschiedlichen Bildungsniveaus nur geringfügige Geschlechterunterschiede: In rund 15 Prozent der Paare war die Frau höher gebildet. In jedem 6. Paarverhältnis (16,9 Prozent) besaß der Mann eine formal höhere Bildung als seine Partnerin.
Rolle des Alters
Neben dem Geschlecht spielte insbesondere das Alter eine Rolle: Jüngere Paare zwischen 18 und unter 45 Jahren hatten häufiger das gleiche Bildungsniveau (70,4 Prozent) als ältere Paare ab 45 Jahren (67,1 Prozent). Eine interessante Entwicklung zeigte sich bei Paaren unterschiedlicher Bildungsniveaus. Höher gebildete Frauen waren unter älteren Paaren mit knapp 15 Prozent weniger vertreten als höher gebildete Männer (rund 18 Prozent). Bei den jüngeren Paaren liegt der Anteil der höher gebildeten Frauen hingegen über jenem der höher gebildeten Männer (15,8 Prozent gegenüber 13,8 Prozent).
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklungen sind die Unterschiede beim Bildungsniveau jüngerer Frauen und Männer. Während nur etwa ein Siebtel der Frauen zwischen 18 und unter 45 Jahren ein niedriges Bildungsniveau hatte (14,5 Prozent), betrug der Anteil bei den Männern bis unter 45 Jahren 19,8 Prozent. Hingegen lag der Anteil der Frauen mit niedrigem Bildungsniveau in der älteren Altersgruppe mit fast 19 Prozent deutlich niedriger als bei den Männern (knapp 26 Prozent).
Preisentwicklung
Unabhängig vom Bildungsgrad sind Blumenstrauß, Pralinenschachtel oder ein kleines Schmuckstück klassische Aufmerksamkeiten zum Valentinstag. Doch Liebeserklärungen haben ihren Preis: Aktuelle Auswertungen der Preisstatistik des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass sich die Kosten für typische Valentinstagsgeschenke in den vergangenen Jahren unterschiedlich entwickelt haben. Im Allgemeinen aber gestiegen sind.
Schokolade
Verglichen mit dem Jahresdurchschnitt von 2020 haben sich die Preise für Schokolade im Januar 2026 um 66,8 Prozent erhöht. Gegenüber Dezember 2025 sind sie um 0,2 Prozent zurückgegangen. Um herauszufinden, ob es im Februar besonders teuer ist Schokolade zu kaufen, hat das Statistische Amt M-V die monatlichen Unterschiede zwischen Januar und Februar sowie zwischen Februar und März der vergangenen zehn Jahre betrachtet.
Die Preise für Schokolade sind durchschnittlich um 2,0 Prozent zwischen Januar und Februar gestiegen. Zwischen Februar und März lag der Anstieg durchschnittlich bei 1,0 Prozent. Es gab also keinen punktuellen Anstieg im Februar.
Süßwaren
Bei den Süßwaren ist im Januar 2026 ein Anstieg um 35,3 Prozent seit 2020 ermittelt worden. Im Vergleich zum Dezember 2025 sind Süßwaren um 2,3 Prozent teurer geworden.
Im Vergleich der Monatswerte für Januar bis März in den vergangenen zehn Jahren zeigt sich ein unerwartetes Bild. Im Durchschnitt sind die Preise zwischen Januar und Februar um 0,5 Prozent gesunken und zwischen Februar und März um 1,2 Prozent gestiegen.
Pflanzen und Blumen
Der Kauf von Pflanzen und Blumen ist im Januar 2026 um 41,1 Prozent teurer als im Jahresdurchschnitt 2020. Zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 sind die Preise aber um 0,2 Prozent gesunken.
Die Betrachtung der Werte zwischen Januar und März zeigt ein ähnliches Ergebnis wie bei der Schokolade. Zwischen Januar und Februar sind die Preise im Durchschnitt um 1,4 Prozent gestiegen und zwischen Februar und März erneut um 0,6 Prozent.
Schmuck
Im Vergleich mit dem Jahresdurchschnitt von 2020 haben sich die Preise für Schmuck im Januar 2026 um 36,8 Prozent erhöht. Gegenüber Dezember 2025 sind sie um 4,1 Prozent gestiegen.
Im Gegensatz zu den übrigen Waren sind die Preise für Schmuck im Durchschnitt zwischen Januar und Februar um 01, Prozent gestiegen und zwischen Februar und März wieder um 0,4 Prozent gesunken.
Speisen und Getränke in Restaurant, Café, Bar u. Ä.
Auswärts Essen zu gehen hat sich seit 2020 um 39,4 Prozent verteuert. Zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 sind die Preise um 0,8 Prozent gestiegen.
Hier sind die Preise in den vergangenen zehn Jahren zwischen Januar und März im Durchschnitt kontinuierlich gestiegen. Von Januar auf Februar durchschnittlich um 0,3 Prozent und von Februar zu März um durchschnittlich 0,4 Prozent.
Hinweise
In den Auswertungen werden gemischtgeschlechtliche Paare, Paare unter 18 Jahren sowie Partnerinnen und Partner unterschiedlicher Altersgruppen nicht betrachtet.
Das Bildungsniveau wird gemäß International Standard Classification of Education (ISCED) vorgenommen. In der Gliederung nach ISCED 2011 wird der höchste erreichte Bildungsstand kombiniert aus den Merkmalen allgemeiner Schulabschluss und beruflicher Bildungsabschluss nachgewiesen:
Niedrig
- ohne allgemeinen Schulabschluss und ohne beruflichen Abschluss, Abschluss nach höchstens sieben Jahren und ohne beruflichen Schulabschluss,
- Hauptschul-/Realschulabschluss/POS und Anlernausbildung, Berufliches Praktikum oder Berufsvorbereitungsjahr,
- Anlernausbildung, Berufliches Praktikum oder Berufsvorbereitung und ohne Hauptschulabschluss.
Mittel (Abschlüsse im Sekundarbereich II und Postsekundärer nicht-tertiärer Bereich)
- Fachhochschulreife/Hochschulreife und ohne beruflichen Abschluss,
- Fachhochschulreife/Hochschulreife und/oder eines der folgenden Abschlüsse: Lehrausbildung, Abschluss an Berufsfachschulen, Abschluss eines kurzen Bildungsgangs an Ausbildungsstätte oder Abschluss des Vorbereitungsdienstes für den mittleren Dienst,
- Abschluss eines zwei- oder dreijährigen Bildungsganges an einer Ausbildungsstätte und ohne Fachhochschulreife/Hochschulreife.
Hoch (Abschlüsse im Tertiärbereich)
- Meisterausbildung, Technikerausbildung, Abschluss an Ausbildungsstätte/Schule für Erzieher, Dualer Hochschulabschluss, Abschluss an Verwaltungsfachhochschulen, Bachelor-, Masterabschluss oder Promotion.
Weiterführende Informationen zum Thema Preise und Mikrozensus finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesamtwirtschaft-&-Umwelt/Preise/ bzw. https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesellschaft-&-Staat/Einnahmen%2c-Konsum%2c-Lebensbedingungen%2c-Wohnen/ und https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesellschaft-&-Staat/Privathaushalte-&-Familien/.
Weitere Auskünfte erteilt Herr Christoph Epperlein, Telefon 0385 588-56411.




