Jeder Einwohner sparte 2008 durchschnittlich 1 331 EUR seines verfügbaren Einkommens

Nr.45/2010  | 20.05.2010  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns sparten 2008   8,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens (Bundesgebiet: 11,2 Prozent), das waren je Einwohner durchschnittlich 1 331 EUR, 64 EUR mehr als 2007. Das ergibt sich aus den jetzt vorgelegten Berechnungen zum Privaten Verbrauch der privaten Haushalte des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört.

Danach gaben die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns im Jahr 2008 insgesamt 22 984 Millionen EUR ihres verfügbaren Einkommens (24 992 Millionen EUR) für den privaten Konsum aus, das waren 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr (Deutschland: + 2,5 Prozent; neue Länder: + 1,5 Prozent). Der andere Teil (8,8 Prozent) des verfügbaren Einkommens wurde von den privaten Haushalten gespart. Die Sparquote stieg damit um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (8,6 Prozent). Im Durchschnitt der neuen Länder betrug die Sparquote 9,6 Prozent, im früheren Bundesgebiet dagegen 11,5 Prozent. Die sparfreudigsten Haushalte lebten in Baden-Württemberg, ihr Anteil des Sparens am verfügbaren Einkommen betrug 12,9 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2008 im Durchschnitt 13 744 EUR je Einwohner privat konsumiert, das waren zwar 291 EUR mehr als im Vorjahr. Trotzdem waren das nur noch 80,1 Prozent des Bundesdurchschnitts (2007: 80,5 Prozent). Im Bundesdurchschnitt betrugen die privaten Konsumausgaben je Einwohner 17 167 EUR (448 EUR mehr als 2007), in den neuen Ländern 14 121 EUR (+ 320 EUR) und im früheren Bundesgebiet 17 744 EUR (+ 472 EUR). Mecklenburg-Vorpommern hatte von allen Ländern den niedrigsten privaten Konsum.

Gespart wurden 2008 in Mecklenburg-Vorpommern je Einwohner durchschnittlich 1 331 EUR, je Einwohner war auch das der niedrigste Sparbetrag aller Länder. Im Durchschnitt der neuen Länder betrug das Sparen je Einwohner 1 493 EUR (89 EUR mehr als im Vorjahr), im früheren Bundesgebiet 2 303 EUR (172 EUR mehr als 2007) und im Bundesdurchschnitt 2 174 EUR (+ 159 EUR).

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 4801-4686.

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