Verwendung des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte 2021

Je Einwohnerin bzw. Einwohner wurden durchschnittlich 19 851 EUR konsumiert und 2 430 EUR gespart

Nr.48/2023  | 21.06.2023  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns konsumierten im Jahr 2021   89,1 Prozent ihres verfügbaren Einkommens (Bundesdurchschnitt: 84,9 Prozent), das waren je Einwohnerin bzw. Einwohner durchschnittlich 19 851 EUR. Das ergibt sich aus den jetzt vorgelegten Berechnungen zum Privaten Verbrauch der privaten Haushalte des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört.

Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns gaben im Jahr 2021 insgesamt 31 980 Millionen EUR ihres verfügbaren Einkommens (35 248 Millionen EUR) für den privaten Konsum aus, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr (Deutschland: + 3,5 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2021 im Durchschnitt 19 851 EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner privat konsumiert. Das waren pro Kopf 588 EUR mehr als im stark von der Corona-Pandemie beeinflussten Jahr 2020 und zugleich 93,1 Prozent des Bundesdurchschnitts. Im Bundesdurchschnitt betrugen die privaten Konsumausgaben je Einwohnerin bzw. Einwohner 21 321 EUR (716 EUR mehr als 2020).

Der nicht privat konsumierte Teil des verfügbaren Einkommens kann von den privaten Haushalten gespart werden. Das Sparen schließt hierbei aber die Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche mit ein. Da 2021 bei einem um 1,9 Prozent gewachsenen verfügbaren Einkommen der private Konsum mit um 3,1 Prozent schneller anstieg, waren die privaten Haushalte nicht mehr in der Lage, mehr als im Vorjahr von ihrem verfügbaren Einkommen zu sparen.

Die privaten Haushalte des Landes sparten 2021 insgesamt 3 914 Millionen EUR, das waren 8,5 Prozent weniger als 2020 (Deutschland: - 6,1 Prozent). 2020 hatte das Sparvolumen noch aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie einen enormen Anstieg gegenüber dem Vorjahr erfahren (+ 88,5 Prozent). Die Sparquote betrug 2021 im Land somit 10,9 Prozent (Bundesdurchschnitt: 15,1 Prozent) und war damit die zweithöchste seit 1991 (2020: 12,1 Prozent). Gespart werden konnten in Mecklenburg-Vorpommern 2021 je Einwohnerin bzw. Einwohner durchschnittlich 2 430 EUR, das waren 225 EUR weniger als im Vorjahr. Je Einwohnerin bzw. Einwohner war das der niedrigste Pro-Kopf-Sparbetrag aller Länder. Im Bundesdurchschnitt sparte jeder Einwohnerin bzw. jeder Einwohner 3 799 EUR. In Mecklenburg-Vorpommern lag das Sparen je Einwohnerin bzw. Einwohner damit 2021 bei nur 64,0 Prozent des Bundesdurchschnitts (2020: 65,6 Prozent).

Weiterführende Informationen zum Thema Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. Der Statistische Bericht „Einkommen der privaten Haushalte einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck“ (Kennziffer P133 2021 00) kann kostenfrei im PDF- und XLSX-Format heruntergeladen werden. 

Weitere Auskünfte erteilt Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56042.

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