Bauabfälle mit hohem Recyclingpotential
Bauschuttaufbereitungsanlagen verarbeiteten 92 Prozent der angenommenen Bauabfälle zu Erzeugnissen für den Straßen- und Wegebau
Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, wurden den mobilen und stationären Bauschuttaufbereitungsanlagen im Jahr 2020 rund 1,1 Millionen Tonnen Bauschutt, Bodenaushub, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle zum Zweck der Verwertung zugeführt (2018: rund 1,2 Millionen Tonnen). Rund 92 Prozent der eingesetzten Bauschuttabfälle wurden in den Anlagen für die Verwendung im Straßen- und Wegebau aufbereitet (2018: 91 Prozent). Die verbleibenden 8 Prozent wurden zu Erzeugnissen für die Verwendung im sonstigen Erdbau (einschließlich Verfüllung) verarbeitet.
Darüber hinaus nahmen die Asphaltmischanlagen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020 rund 267 000 Tonnen Ausbauasphalt an. Diese Menge wurde vollständig zu Heißmischgut aufbereitet und fand ebenfalls Verwendung im Straßen- und Wegebau.
Die Menge der insgesamt in diesen Spezialanlagen behandelten Bau- und Abbruchabfälle summierte sich im Jahr 2020 damit auf knapp 1,4 Millionen Tonnen. Das waren etwa 1,5 Prozent weniger als im Vorerhebungsjahr 2018 (vgl. auch Grafik).
Hinweis:
Bauabfälle machen aufgrund ihrer alljährlich hohen Anfallmenge auch in Mecklenburg-Vorpommern einen großen Teil des Abfallaufkommens aus und sind deshalb von entsorgungswirtschaftlichem Interesse. Die Erhebung ermittelt alle zwei Jahre, in welchem Maß aus Bauabfällen, die den Aufbereitungsanlagen zugeführt wurden, verwertbare Stoffe zurückgewonnen und somit dem Stoffkreislauf wieder zugeführt wurden. Aus dieser Erhebung ist nicht ableitbar, ob und wie viele Bauabfälle nicht umweltgerecht entsorgt wurden, zum Beispiel durch illegale Ablage oder über den Hausmüll.
Weitere Informationen enthält der Statistische Bericht „Aufbereitung und Verwertung von Bauabfällen in Mecklenburg-Vorpommern“ (Kennziffer: Q243 2020 01). Der Bericht kann kostenfrei im Internet
unter https://www.statistik-mv.de unter der Rubrik "Publikationen; Statistische Berichte; Umwelt" heruntergeladen werden.
Weitere Auskünfte erteilt Frau Frauke Kusenack, Telefon 0385 588-56043.




