Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder
2020: Volkseinkommen pandemiebedingt um 1,7 Prozent rückläufig – Lohnquote auf 75,5 Prozent gestiegen
Nach den Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, sank das Volkseinkommen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020 pandemiebedingt um 1,7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Rückgang war damit aber in Mecklenburg-Vorpommern geringer als im Bundesdurchschnitt (- 3,1 Prozent).
Das Volkseinkommen (auch: Nettonationaleinkommen zu Faktorkosten) umfasste 2020 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 36,4 Milliarden EUR. Gegenüber dem Vorjahr sank es um 1,7 Prozent, die darin enthaltenen Arbeitnehmerentgelte der im Land wohnenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer stiegen dagegen um 0,9 Prozent an (Deutschland: - 0,2 Prozent). Der Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen, die Lohnquote, betrug 75,5 Prozent (2019: 73,5 Prozent; Deutschland: 73,3 Prozent, 2019: 71,1 Prozent). Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen der gesamten Volkswirtschaft (also der privaten Haushalte, der Kapitalgesellschaften und des Staates zusammen) waren dagegen stark rückläufig (- 9,0 Prozent) und hatten 2020 einen Anteil von 24,5 Prozent am Volkseinkommen (Deutschland: 26,7 Prozent).
Je Einwohner/in betrug das Volkseinkommen 2020 in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 22 631 EUR, das waren 74,4 Prozent des Bundesdurchschnitts (30 402 EUR). Gegenüber dem Vorjahr nahm es um 400 EUR je Einwohner/in ab (Deutschland: - 987 EUR).
Weitere Auskünfte gibt Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56042.




