Zahl der Inhaftierten 2009 insgesamt leicht rückläufig, weniger Jugendliche in den Gefängnissen
Mit Stichtag 31. März 2009 saßen in den Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt 1 201 Strafgefangene ein, darunter 36 Frauen. 1 025 Personen verbüßten eine Freiheitsstrafe und 176 Personen, 30 weniger als im Jahr zuvor, eine Jugendstrafe. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes hat sich die Zahl der Strafgefangenen 2009 gegenüber 2008 zwar nur wenig verringert (- 17 Personen), erreichte damit aber den niedrigsten Stand seit neun Jahren.
Von den 1 201 Häftlingen waren rund 95 Prozent Deutsche und 5 Prozent Ausländer.
Die Mehrzahl der Inhaftierten saß wegen Diebstahl und Unterschlagung (21 Prozent) bzw. wegen Körperverletzung (18 Prozent) ein. 14 Prozent der Strafgefangenen waren wegen Raub und Erpressung, 10 Prozent wegen Betrug und Untreue rechtskräftig verurteilt worden. 8 Prozent der Häftlinge hatten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und weitere 7 Prozent Straftaten gegen das Leben begangen.
96 Personen oder 8 Prozent der Gefängnisinsassen waren im März 2009 jünger als 21 Jahre. Damit ist die Zahl der 14- bis unter 21-jährigen Strafgefangenen in den Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns das zehnte Jahr in Folge rückläufig. 1999 verbüßten noch 242 Jugendliche dieser Altersgruppe eine Haftstrafe, dementsprechend war zu der Zeit noch jeder fünfte Gefängnisinsasse unter 21 Jahre alt.
2009 wies die Mehrzahl (59 Prozent) der verurteilten Straftäter ein Alter zwischen 21 und 35 Jahre auf, ein Drittel war älter als 35 Jahre.
44 Prozent der Inhaftierten waren bis zu 12 Monaten rechtskräftig verurteilt worden. Jeder fünfte Häftling (22 Prozent) verbüßt eine Freiheits- oder Jugendstrafe von einem bis einschließlich zwei Jahren und weitere 23 Prozent der Häftlinge sitzen mehr als zwei bis einschließlich fünf Jahre ein. 38 Strafgefangene (3 Prozent), 4 mehr als im Vorjahr, waren zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Von den insgesamt 1 201 Inhaftierten hatten 355 bei Antritt der Haftstrafe keine Vorstrafe, alle anderen Strafgefangenen waren dagegen schon einmal (220 Personen) oder sogar mehrmals (626 Personen) vorbestraft.
Rund 45 Prozent der im März 2009 Inhaftierten waren Wiedereingewiesene, hatten also bereits vorher mindestens einmal eine Freiheits- oder Jugendstrafe verbüßt.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Gabriele Kleinpeter, Telefon 0385 4801-4718.




