Bruttoinlandsprodukt 2006
Nach ersten Berechnungen Anstieg um 1,5 Prozent
Das Bruttoinlandsprodukt, umfassender Ausdruck für die volkswirtschaftliche Gesamtleistung, ist in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2006 auf Grundlage erster vorläufiger Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, preisbereinigt um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg das Bruttoinlandsprodukt real um 2,8 Prozent, im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) um 2,4 Prozent sowie im Bundesdurchschnitt um 2,5 Prozent. An der Gesamtwirtschaftsleistung Deutschlands hatte Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von 1,4 Prozent.
Die positive Wirtschaftsentwicklung Mecklenburg-Vorpommerns ist zurückzuführen auf einen starken Leistungszuwachs im Verarbeitenden Gewerbe (preisbereinigt + 10,3 Prozent; neue Länder: + 11,5 Prozent; Deutschland: + 5,3 Prozent). Auch der Dienstleistungssektor entwickelte sich positiv. Hier wurde die Entwicklung allerdings von den Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand gemindert, denn der Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister entwickelte sich rückläufig. Weiterhin rückläufig war allerdings auch die Entwicklung im Baugewerbe.
Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen stieg im Jahr 2006 in Mecklenburg-Vorpommern preisbereinigt um 1,1 Prozent und damit langsamer als im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin), wo es um 2,4 Prozent anwuchs (Deutschland: + 1,8 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen erreichte 2006 somit 77 Prozent des Bundesdurchschnitts.
Das Bruttoinlandsprodukt je Arbeitsstunde der Erwerbstätigen stieg um 1,2 Prozent (neue Länder: + 2,4 Prozent; Deutschland: + 1,9 Prozent) und erreichte 74 Prozent vom Bundesdurchschnitt.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 4801- 4686.




