Verfügbares Einkommen je Einwohner im Jahr 2009 erreicht im Landkreis Uecker-Randow 73 Prozent, aber in den Landkreisen Bad Doberan und Ludwigslust 85 Prozent des Bundesdurchschnitts

Nr.68/2011  | 05.08.2011  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern verfügte 2009 durchschnittlich jeder Einwohner über 15 226 EUR Einkommen für Konsum und Sparen, im deutschen Durchschnitt waren es dagegen 18 983 EUR. Dabei hatten die Einwohner des Landkreises Uecker-Randow nur durchschnittlich 13 919 EUR, die Einwohner der Landkreise Bad Doberan (16 177 EUR) und Ludwigslust (16 148 EUR) dagegen deutlich mehr zur Verfügung.

Die Einwohner des Landkreises Bad Doberan hatten im Jahr 2009 mit 16 177 EUR das höchste verfügbare Einkommen Mecklenburg-Vorpommerns. Es erreichte 106,2 Prozent vom Durchschnittsniveau des Landes und 85,2 Prozent vom gesamtdeutschen Durchschnitt. Über 80 Prozent des Bundesdurchschnitts erreichte das verfügbare Einkommen je Einwohner aber auch in den Landkreisen Ludwigslust, Parchim und Nordwestmecklenburg. In den anderen Landkreisen war das verfügbare Einkommen je Einwohner z. T. deutlich geringer. Im besonders strukturschwachen Landkreis Uecker-Randow wurden sogar nur 91,4 Prozent vom Landesdurchschnitt bzw. 73,3 vom Bundesdurchschnitt erzielt.

Von den kreisfreien Städten hatten das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner Neubrandenburg mit 15 711 EUR (103,2 Prozent vom Landes- und 82,8 Prozent vom Bundesdurchschnitt) und Schwerin mit 15 607 EUR (102,5 Prozent vom Landes- und 82,2 Prozent vom Bundesdurchschnitt). Aber auch in Rostock lag das verfügbare Einkommen knapp über dem Landesdurchschnitt (15 251 EUR; 100,2 Prozent). Das geringste verfügbare Einkommen je Einwohner verzeichnete hier Greifswald mit 14 772 EUR (97,0 Prozent vom Landes- und 77,8 Prozent vom Bundesdurchschnitt).

Das verfügbare Einkommen je Einwohner ist eine Nettoeinkommensgröße, die einerseits sowohl Einkommen aus unselbstständiger Arbeit, als auch Einkünfte aus freiberuflicher bzw. unternehmerischer Tätigkeit sowie Vermögenseinkünfte beinhaltet, andererseits aber auch bezogene Sozialtransfers (Arbeitslosengeld, Kindergeld u. Ä.) mit einbezieht. Das verfügbare Einkommen je Einwohner zeigt somit, wie viel an Geld durchschnittlich jedem Einwohner der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen in einem Jahr zur Verfügung steht.

Der Anteil der empfangenen Sozialleistungen (dazu gehören z. B. Einkünfte aus der Altersvorsorge bzw. Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld) am verfügbaren Einkommen der Privaten Haushalte betrug 2009 im Landesdurchschnitt 42,3 Prozent (Bundesdurchschnitt: 31,5 Prozent). Im Landkreis Uecker-Randow hatten die empfangenen Sozialleistungen jedoch fast die Hälfte (49,8 Prozent) Anteil am gesamten verfügbaren Einkommen, im Landkreis Bad Doberan dagegen nur 34,9 Prozent. Auch in den Landkreisen Ludwigslust (36,4 Prozent), Nordwestmecklenburg (37,3 Prozent) und Parchim (39,6 Prozent) lag dieser Anteil unter 40 Prozent. Im Durchschnitt der kreisfreien Städte (44,4 Prozent) war der Anteil der empfangenen Sozialleistungen höher als im Durchschnitt der Landkreise (41,4 Prozent). Den höchsten Anteil der empfangenen Sozialleistungen am verfügbaren Einkommen hatte von den kreisfreien Städten Stralsund mit 48,0 Prozent, den niedrigsten dagegen Greifswald mit 41,0 Prozent.

Diese und weitere Angaben enthält auch der Statistische Bericht "Primäreinkommen und verfügbares Einkommen der Privaten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern nach kreisfreien Städten und Landkreisen 1991 bis 2009". Er wird kostenfrei im Internet unter www.statistik-mv.de zur Verfügung gestellt. Das Druckexemplar kann schriftlich unter der Bestellnummer P233 2009 00 beim Statistischen Amt Mecklenburg-Vor­pommern, Postfach 12 01 35, 19 018 Schwerin oder per Telefax 0385 588-56658 bzw. E-Mail statistik.vertrieb@statistik-mv.de zum Preis von 4,00 EUR zuzüglich Versandkosten erworben werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56041.