Im Jahresdurchschnitt 2014 erstmals seit 2010 wieder leichter Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen um 0,3 Prozent
Der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, veröffentlicht erste vorläufige Regionalergebnisse zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit für das Jahr 2014 sowie erste Ergebnisse nach Revision 2014. Danach stieg 2014 in Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der Erwerbstätigen um 0,3 Prozent (2013: - 0,6 Prozent, 2012: - 1,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Im deutschen Durchschnitt stieg die Erwerbstätigkeit um 0,9 Prozent (2013: + 0,6 Prozent; 2012: + 1,1 Prozent).
Zu einem Arbeitsplatzzuwachs kam es 2014 in Mecklenburg-Vorpommern in allen drei Hauptbereichen der Wirtschaft. So stieg die Erwerbstätigenzahl in der Landwirtschaft um 2,4 Prozent, im Produzierenden Gewerbe sowie im Bereich der Dienstleistungen geringfügig um 0,2 Prozent.
2014 war in Mecklenburg-Vorpommern die marginale Beschäftigung weiterhin rückläufig. In besonders großem Ausmaß betraf das die kurzfristige Beschäftigung.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg dagegen 2014 an. Einen Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung registrierten dabei Landwirtschaft und Dienstleistungen, im Produzierenden Gewerbe stagnierte sie.
Im Jahr 2014 hatten durchschnittlich 731 800 (2012: 729 800) Erwerbstätige einen Arbeitsplatz in Mecklenburg-Vorpommern, darunter knapp 91 Prozent als Arbeitnehmer bzw. 11 Prozent als nur marginal Beschäftigte. Der Anteil der Selbstständigen/mithelfenden Familienangehörigen an den Erwerbstätigen betrug 9 Prozent. Die Erwerbstätigen Mecklenburg-Vorpommerns hatten einen Anteil an allen Erwerbstätigen Deutschlands von 1,7 Prozent.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56041.
Exkurs Revision 2014:
Einführung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010) in die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auf nationaler und regionaler Ebene zum 1. September 2014, d. h. Überarbeitung der Ergebnisse aller Jahre auch für den Produktionsfaktor Arbeit (hier durch die Zahl der Erwerbstätigen quantifiziert). Die Einführung des ESVG 2010 bringt für die Berechnung der Zahl der Erwerbstätigen keine nennenswerten methodischen und konzeptionellen Änderungen mit sich. Die Revisionsarbeiten konzentrierten sich auf die Prüfung und Einarbeitung von vorhandenen und neuen Datengrundlagen. Auswirkungen hatte hier vor allem der Einbau der revidierten Angaben der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (siehe dazu auch: http://statistik.arbeitsagentur.de) in das Rechenwerk.
