74,7 Prozent aller Privathaushalte Mecklenburg-Vorpommerns haben wenigstens einen Pkw, 82,9 Prozent wenigstens ein Fahrrad
Nach Mitteilung des Statistischen Amtes gab es Anfang 2013 in 632 000 Privathaushalten wenigstens einen Pkw. Das entsprach einem Pkw-Ausstattungsgrad der Privathaushalte Mecklenburg-Vorpommerns von 74,7 Prozent. Wichtige Mobilitätsgüter in den Haushalten sind jedoch auch das Fahrrad, welches 2013 in 82,9 Prozent aller Haushalte vorhanden war, sowie Krafträder (in 8,3 Prozent aller Privathaushalte).
Immerhin 74,7 Prozent der Privathaushalte Mecklenburg-Vorpommerns verfügten 2013 über einen Personenkraftwagen. Das heißt im Umkehrschluss: In lediglich einem Viertel der Haushalte unseres Landes (25,3 Prozent) gibt es keinen Pkw.
50,7 Prozent aller Privathaushalte hatten mindestens einen gebraucht gekauften Pkw. 29,2 Prozent verfügten über mindestens einen fabrikneu gekauften Pkw, wobei der Neukauf auch länger zurückliegen kann.
Im Vergleich zur Vorerhebung 2008 ist ein leichter Rückgang des bis dahin beobachteten Trends zum Gebrauchtwagen zu verzeichnen: 2013 gab es in 429 000 Privathaushalten gebraucht gekaufte Pkw (2008: 440 000). Im Vergleich dazu hatten 247 000 Haushalte ihre Pkw fabrikneu gekauft; 27 000 Haushalte mehr als 2008.
Aufgrund der hohen Aufwendungen in Verbindung mit Kauf und Unterhalt eines Pkw verwundert es nicht, dass Haushalte mit hohen Einkommen deutlich höhere Ausstattungsgrade mit Pkw aufweisen als Haushalte mittlerer oder geringer Einkommen. So war 2013 wenigstens ein Pkw in 99,0 Prozent aller Haushalte der Einkommensklasse 3 600 bis 5 000 vorhanden, aber lediglich in 62,8 Prozent der Haushalte mit einem Haushaltseinkommen von 900 bis 1 300 EUR.
Die Mobilität sichert die Wohnbevölkerung jedoch auch durch Nutzung von Kraft- und Fahrrädern. 2013 verfügten die mecklenburgisch-vorpommerschen Haushalte über eine gute Ausstattung mit diesen Mobilitätsgütern.
Krafträder (Motorräder sowie Mofa und Roller) gab es 2013 in 8,3 Prozent aller Privathaushalte. Der Ausstattungsgrad mit Krafträdern hatte von 1998 (7,5 Prozent) bis 2003 (5,9 Prozent) zunächst abgenommen. Der Umstand, dass 2008 wieder 8,0 Prozent und 2013 8,3 Prozent aller Privathaushalte über wenigstens ein Kraftrad verfügten, legt ggf. Wechselvermutungen vom Auto hin zu dieser Mobilitätsform nahe, insbesondere vor dem Hintergrund der Kraftstoffpreisentwicklung der letzten Jahre.
Erfreulich ist die weitere Zunahme der Ausstattung der Haushalte mit Fahrrädern - also dem wohl gebräuchlichsten, die Gesundheit fördernden Mobilitätsgut. 1998 verfügten 78,9 Prozent aller Privathaushalte in Mecklenburg-Vorpommern über ein oder mehrere Fahrräder; 2013 war das bereits in 82,9 Prozent aller Haushalte der Fall. Erfreulich ist zudem auch der hohe durchschnittliche Ausstattungsbestand: 2013 kamen in Mecklenburg-Vorpommern auf 100 Haushalte 167,1 Fahrräder. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 1,9 Personen je Haushalt (Mikrozensus Jahresdurchschnitt 2012) und insgesamt 82,9 Prozent Haushalten mit Fahrrädern bedeutet das: In Privathaushalten mit Fahrradausstattung hat jedes Haushaltsmitglied auch ein Fahrrad.
Die Daten sind Ergebnis der Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS). Alle fünf Jahre werden bundesweit auf freiwilliger Basis private Haushalte u. a. auch zu ihrer Ausstattung mit langlebigen Gebrauchsgütern befragt. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Angaben zur Haushaltsausstattung im Jahr 2013 für rund 1 700 Haushalte erhoben und hochgerechnet worden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Frauke Kusenack, Telefon 0385 588-56042.
