Verbraucherpreise im Dezember: Nahrungsmittel lösen Energiekosten als Preistreiber ab
Wie schon in den Vormonaten blieb auch im Dezember 2012 der durchschnittliche Verbraucherpreisindex mit einer Inflationsrate von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat relativ unauffällig. Wie das Statistische Amt mitteilt, überholte jedoch die Preisentwicklung der Nahrungsmittel die der Energie. Im Vergleich zum Vormonat November stieg der Gesamtindex um 1,0 Prozent; bezogen auf das Basisjahr 2005 (= 100) erhöhte er sich auf 117,3 Prozent.
Bereits in den vergangenen Monaten deuteten sich Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln an. Besonders bei Obst und Gemüse wurden zweistellige Teuerungsraten festgestellt. Im Dezember nun mussten die Verbraucher für eine gesunde Lebensweise erneut tiefer in die Tasche greifen, während alkoholische Getränke und Tabakwaren mit + 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und + 0,1 Prozent zum Vormonat sich eher moderat im Preis erhöhten. Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke waren insgesamt 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr zu bezahlen. Die Aufwendungen für Gemüse einschließlich Kartoffeln erhöhten sich um 11,0 Prozent, für Obst sogar um 16,9 Prozent. Die typisch saisonalen Preiserhöhungen vor den Feiertagen wirkten sich mit + 5,7 Prozent bei Gemüse und + 6,1 Prozent bei Obst im Vergleich zum November auf den Verbraucherpreisindex aus. Diese Durchschnittswerte wurden von einigen Waren beträchtlich übertroffen: Im Dezember waren beispielsweise Orangen, Blumenkohl und Kartoffeln um rund ein Viertel, Birnen um ein Drittel sowie Gurken und Eisbergsalat um zwei Drittel teurer als vor Jahresfrist. Jahreszeitliche Preisveränderungen waren hier geringer, aber für den Verbraucher deutlich spürbar, wie bei Blumenkohl mit + 16,5 Prozent und Eisbergsalat mit + 24,4 Prozent im Monatsvergleich.
Auch die Preise für andere Nahrungsmittel außer Obst und Gemüse stiegen überdurchschnittlich. So waren Fische und Fischwaren mit 7,5 Prozent sowie Fleisch und Fleischwaren mit 5,4 Prozent vor Weihnachten teurer als vor einem Jahr.
Wer im letzten Monat des Jahres verreisen wollte, musste ebenfalls mehr ausgeben. Pauschalreisen kosteten knapp 6,9 Prozent mehr als im Dezember 2011 und 22,8 Prozent mehr als im November 2012.
Die Kosten für Energie erhöhten sich im Dezember mit 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr im Vergleich zum Gesamtindex zwar immer noch überdurchschnittlich, blieben jedoch mit - 0,2 Prozent geringfügig unter dem Wert des Vormonats. Auch die Kraftstoffpreise gaben mit - 0,4 Prozent im Monatsvergleich leicht nach, waren aber um 2,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Ähnliches gilt für Haushaltsenergie, für die 3,4 Prozent mehr als im Dezember 2011 bezahlt werden musste.
