Zahl der ambulanten Operationen 2011 auf Vorjahresniveau geblieben
Zahl der vorstationären Behandlungen erhöht
Im Jahr 2011 wurden in den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns 43 913 ambulante Operationen durchgeführt. Wie das Statistische Amt mitteilt, ist dies im Vergleich zum Vorjahr ein minimaler Rückgang. Im Vergleich zum Jahr 2002, der Einführung der Erhebung, ist die Zahl der ambulanten Operationen jedoch um das 2,8fache gestiegen. Auch die Zahl der vorstationären Behandlungen erhöhte sich, von 2010 auf 2011 um 5,2 Prozent (2002 auf 2011: Verdopplung der Behandlungen). Die nachstationären Behandlungen im Vorjahresvergleich haben sich um 7,2 Prozent erhöht, im Zeitraum 2002 bis 2011 haben sie sich jedoch um fast ein Viertel (- 23,4 Prozent) verringert. Die Zahl der vollstationären Behandlungen hat sich mit einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber 2010 kaum verändert (+ 3,4 Prozent gegenüber 2002).
Im Jahr 2011 wurden in den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns 43 913 ambulante Operationen nach § 115 b SGB V 1) durchgeführt. Dies ist eine nur geringe Veränderung (- 15 Operationen) gegenüber dem Vorjahr. Die jedoch deutliche Erhöhung seit 2002, dem Jahr der Einführung der Erhebung der ambulanten Operationen in der Krankenhausstatistik, erfolgte maßgeblich in den Jahren 2003 (+ 41,2 Prozent) und 2004 (+ 58,0 Prozent). Berücksichtigt sind hier alle ambulanten Operationen, die durch das Krankenhaus selbst, nicht jedoch von ermächtigten Ärzten, Beleg- oder Vertragsärzten im Krankenhaus durchgeführt wurden.
Ebenso wie bei den ambulanten Operationen ist es auch das Ziel der vor- und nachstationären Behandlungen, vollstationäre Krankenhausbehandlungen nach Möglichkeit zu vermeiden bzw. zu verkürzen. Mit jährlichen Wachstumsraten (bis zu 17,8 Prozent im Jahr 2007) führen die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend mehr vorstationäre Behandlungen durch. Zwischen 2002 und 2011 steigerte sich deren Anzahl um 92,4 Prozent auf 116 859. Im Vergleich zum Vorjahr wurde 2011 mit 5 726 vorstationären Behandlungen ein Plus von 5,2 Prozent erzielt.
Im Gegensatz dazu ist bei den nachstationären Behandlungen im Neun-Jahres-Vergleich in den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns ein Rückgang um 23,4 Prozent zu verzeichnen. Nach deutlichen Rückgängen in den Jahren 2003 und 2004 steigen deren Zahlen seit 2006 jedoch wieder an. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich 2011 ihre Zahl um 7,2 Prozent auf 22 355.
Die Zahl der vollstationären Behandlungen war in den Krankenhäusern ab 2002 zunächst rückläufig, stieg seit 2005 aber wieder stetig an. Im Jahr 2011 wurden 410 150 Patienten vollstationär versorgt. Dies sind 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr und 3,4 Prozent mehr als 2002. Die durchschnittliche Verweildauer verringerte sich kontinuierlich von 8,1 Tagen im Jahr 2002 auf nur noch 7,3 Tage im Jahr 2011.
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1) vereinbarter Katalog ambulant durchführbarer Operationen und stationsersetzender Eingriffe im Krankenhaus
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Alice Mannigel, Telefon 0385 588 56420.
