Weniger Betten, kürzere Liegezeiten, niedrigere Auslastung in den Krankenhäusern 2011

Nr.77/2012  | 23.11.2012  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden in den 39 Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns im Jahr 2011 mehr als 410 000 Patienten vollstationär behandelt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von 3 132 Fällen bzw. 0,8 Prozent.

Die Krankenhäuser des Landes hatten 2011 eine Kapazität von 10 375 aufgestellten Betten,das sind 0,8 Prozent weniger als 2010. Der Versorgungsgrad sank damit 2011 gegenüber 2010 von 63,5 geringfügig auf 63,3 je 10 000 Einwohner.

Ein Krankenhausaufenthalt dauerte im Durchschnitt im vergangenen Jahr 7,3 Tage, 1,3 Tage weniger als im Jahr 2000. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt 2011 sind es 0,4 Tage weniger. Während in bestimmten Fachabteilungen, wie beispielsweise der Inneren Medizin, Chirurgie oder Haut- und Geschlechtskrankheiten, die durchschnittliche Behandlungsdauer unter 7 Tagen lag, dauerte eine Therapie in der Fachabteilung psychotherapeutische Medizin im Durchschnitt 45,5 Tage. Sie ist damit die Abteilung mit der längsten Verweildauer. Am kürzesten war eine Behandlung in der plastischen Chirurgie mit durchschnittlich 2,5 Tagen.

Die durchschnittliche Bettenauslastung betrug im Vorjahr 78,9 Prozent und hat sich damit gegenüber 2010 um 0,6 Prozentpunkte verringert.

Die Versorgung der Patienten wurde durch 3 300 Ärzte (darunter: 440 Teilzeit- oder geringfügig Beschäftigte) und 16 899 Beschäftigte im nichtärztlichen Dienst (darunter: 6 073 Teilzeit- oder geringfügig Beschäftigte) sichergestellt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Alice Mannigel, Telefon 0385 588 56420.