Verbraucherpreisindex steigt auch im April 2011 fast unvermindert an

Nr.41/2011  | 02.05.2011  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Im April war bei den Verbraucherpreisen kein Ende der Teuerung in Sicht. Nach Angaben des Statistischen Amtes kletterte der Index gegenüber April 2010 um 3,0 Prozent, gegenüber März 2011 um 0,3 Prozent. Damit erhöhte sich der Gesamtindex zum Basisjahr 2005 (= 100) auf 113,1 Prozent. Wiederholt hatte daran der Preisauftrieb für Energie den größten Einfluss, wenngleich er sich leicht abschwächte. Der Aufwand für Energie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent, im März waren es 11,7 Prozent. Aber auch ohne Energie lag die Inflationsrate im April bei 2,1 Prozent.

Auch im April 2011 hatten die Energiekosten auf die Entwicklung der Verbraucherpreise mit den größten Einfluss. In der Summe aller Energiearten belief sich die Preissteigerung gegenüber April 2010 auf 10,4 Prozent, gegenüber März 2011 auf 1,1 Prozent. Im Jahresvergleich verteuerte sich leichtes Heizöl um 26,5 Prozent, im März waren es sogar 33,4 Prozent. Die Durchschnittspreise für Kraftstoffe stiegen um 11,1 Prozent gegenüber April 2010, darunter Dieselkraftstoff um 17,4 Prozent. Die Steigerungsrate für Stromkosten lag, wie schon im März, bei 9,5 Prozent. Verglichen mit dem Basisjahr 2005 (= 100) erhöhten sich die Aufwendungen der Verbraucher für Haushaltsenergie auf 137,6 Prozent, darunter für Heizöl auf 160,7 Prozent.

Wiederum überdurchschnittlich, wenn auch im Vergleich zum Vormonat leicht rückläufig, entwickelten sich mit + 3,4 Prozent die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke. Hier waren es u. a. die Einzelpositionen Speiseöl (+ 20,5 Prozent), Bohnenkaffee (+ 20,8 Prozent), Orangensaft (+ 21,5 Prozent), Kartoffeln (+ 23,0 Prozent) und Butter (+ 36,6 Prozent), deren Preis im Jahresvergleich erheblich anstieg. Andererseits gaben verschiedene Obst- und Gemüsearten, die ganzjährig angeboten werden, im Preis deutlich nach, wie Kopf- oder Eisbergsalat, Paprika, Gurken und Tomaten.

Bei Bekleidung und Schuhen bestätigte sich mit einer Erhöhung um 6,0 Prozent zum Vorjahr die schon seit Monaten anhaltende Preisentwicklung.

Nicht mehr nur die Energie ließ im April den Verbraucherpreisindex steigen. So mussten die Verbraucher für Pauschalreisen 10,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist aufwenden. Ausgaben für das Bildungswesen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11,2 Prozent. Allein das Entgelt für Vorschuleinrichtungen der Kinder erhöhte sich um 18,3 Prozent, zum Vormonat März 2011 um 22,9 Prozent.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 588-56044.