1. Mai - Tag der Arbeit

Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern überwiegend in Vollzeit tätig

Nr.40/2011  | 29.04.2011  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Wie das Statistische Amt mitteilt, waren nach den Ergebnissen des Mikrozensus 1) im Durchschnitt des 1. Halbjahres 2010 insgesamt 767 500 Personen mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern erwerbstätig; darunter waren 760 200 Erwerbstätige 15 bis unter 65 Jahre alt. Die Erwerbstätigenquote dieser Altersgruppe (sogenannte Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter) lag im Durchschnitt des 1. Halbjahres 2010 damit bei 69,9 Prozent (Männer: 71,3 Prozent; Frauen: 68,4 Prozent).

In Mecklenburg-Vorpommern ist die deutliche Mehrheit der Erwerbstätigen in Vollzeit tätig. Im Halbjahresdurchschnitt 2010 arbeiteten insgesamt 500 700 Erwerbstätige in einer normalen Arbeitswoche 40 oder mehr Stunden. Vollzeitbeschäftigte stellten 2010 damit 65,2 Prozent der insgesamt 767 500 Erwerbstätigen (Vorjahr: 64,0 Prozent). Für Männer traf die so abgegrenzte Vollbeschäftigung auf 79,8 Prozent (Vorjahr: 76,3 Prozent), für Frauen auf 49,0 Prozent (Vorjahr: 49,3 Prozent) zu.

Von den Erwerbstätigen mit einer Wochenarbeitszeit von 40 oder mehr Stunden waren 322 800 Männer (64,5 Prozent) und 177 900 Frauen (35,5 Prozent). Entsprechend häufiger als männliche Erwerbstätige arbeiten Frauen in Teilzeit. Das für Frauen auch 2010 häufigste Teilzeitmodell beinhaltete 21 bis 31 Wochenarbeitsstunden: 20,5 Prozent der erwerbstätigen Frauen (Vorjahr: 19,7 Prozent), aber nur 3,3 Prozent der erwerbstätigen Männer (Vorjahr: 4,3 Prozent) nutzten diese Teilzeitform. Mit einer Wochenarbeitszeit von 1 bis 20 Wochenstunden, also weniger als der Hälfte der Vollzeit, arbeiteten insgesamt 6,9 Prozent der erwerbstätigen Männer und 15,3 Prozent der erwerbstätigen Frauen.

Bemerkenswert ist, dass insgesamt ein Zehntel der Erwerbstätigen (10,3 Prozent), und zwar 14,5 Prozent der Männer und 5,7 Prozent der Frauen, mit jeweils 45 und mehr Wochenarbeitsstunden deutlich über der regulären Vollzeitbelastung von 40 Wochenarbeitsstunden lagen.
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  1. Der Mikrozensus wird als 1-Prozent-Stichprobe mit rollender Berichtswoche erhoben. Er liefert detaillierte sozioökonomische Daten im Haushalts- und Familienzusammenhang.
 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Frauke Kusenack, Telefon 0385 588-56421.