Zahl der Schulabsolventen 2010 weiterhin rückläufig
30 Prozent weniger Abiturienten
Im Sommer dieses Jahres verließen in Mecklenburg-Vorpommern 10 486 Jugendliche die allgemein bildende Schule, das waren nochmals rund 2 500 Schüler bzw. 19 Prozent weniger als 2009. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, beendeten in den zurückliegenden 20 Jahren noch nie so wenig Jugendliche die Schule wie 2010. Der Grund für diese Entwicklung ist die Halbierung der Geburtenzahlen Anfang der 1990er Jahre, die jetzt besonders deutlich bei den Abiturienten durchschlägt.
Im Sommer 2010 verließ bereits das vierte Jahr in Folge ein geburtenschwacher Jahrgang das allgemein bildende Schulsystem in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem bei den Abiturienten machte sich der Geburtenknick nach der Wende so stark wie nie zuvor bemerkbar: Von allen Schulentlassenen erwarben 3 666 Schüler oder 35 Prozent die allgemeine Hochschulreife. Damit legten im vergangenen Schuljahr 30 Prozent oder 1 571 Jugendliche weniger als 2009 die Reifeprüfung ab. 3 Prozent oder 328 junge Frauen und Männer erlangten mit der Fachhochschulreife ebenfalls eine Studienberechtigung. Auch deren Zahl fiel mit 20 Prozent nochmals deutlich stärker ins Minus als im Jahr zuvor (2009: - 13 Prozent).
Für den Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern sieht es in diesem Jahr auch nicht freundlicher aus als 2009. 3 870 Jugendliche beendeten das Schuljahr 2010 mit der Mittleren Reife. Die Zahl der potentiellen Auszubildenden verringerte sich damit gegenüber 2009 um weitere 12 Prozent, allerdings war das der schwächste Abwärtstrend seit 2006. Gut jeder zehnte Schulabsolvent bzw. 1 188 Jugendliche erlangten 2010 die Berufsreife. Im Vergleich zu 2009 sank die Zahl dieser Schulabsolventen um 13 Prozent, der Rückgang fiel damit erstmals wieder niedriger aus als in den vorangegangenen drei Schuljahren.
9 Prozent der Schulentlassenen erreichten einen Förderschulabschluss, deren Zahl blieb gegenüber dem vorherigen Schuljahr nahezu unverändert (- 1,3 Prozent, - 12 Schüler). Weitere 5 Prozent gingen ohne einen Abschluss von der Schule, das waren 171 Schulabgänger oder 26 Prozent weniger als 2009.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Gabriele Kleinpeter, Telefon 0385 4801- 4718.
