Gemüseanbau im Freiland um 12 Prozent, unter Glas um 34 Prozent zurückgegangen

Nr.88/2010  | 21.09.2010  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Der Anbau von Freilandgemüse hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr auf 1 898 Hektar verringert. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes betrifft das vor allem die verschiedenen Salate und Kohlgemüse, deren Flächen um 15 bzw. 14 Prozent reduziert wurden.
Unter Glas sank der Gemüseanbau auf den geringsten Umfang der vergangenen zwanzig Jahre und erfolgte auf nur noch 13,2 Hektar.

Die Erzeugung von Gemüse ist in immer stärkerem Maße von den Forderungen des Marktes nach großen einheitlichen Partien abhängig. Daneben wirken sich auch die Witterungsbedingungen während der Vegetationszeit und weitere Einflussfaktoren auf das Artenspektrum aus. Vor allem wirtschaftliche Überlegungen prägen den Unter-Glas-Anbau.

In Mecklenburg-Vorpommern bauen insgesamt 117 Gartenbau- und Landwirtschaftsbetriebe Gemüse an, 91 von ihnen im Freiland und bzw. oder 68 unter Glas bzw. in Folienzelten.

Kennzeichnend für den Gemüseanbau im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr sind Veränderungen im Artenspektrum. So konzentriert sich der Flächenrückgang beim Kohlgemüse um 14 Prozent vor allem auf Brokkoli, Weißkohl und Blumenkohl, während der Anbau von Rosenkohl leicht ausgedehnt wurde.

Blattgemüse - das sind fast ausschließlich die verschiedensten Arten Salate - wurde erstmals seit Jahren weniger angebaut. An der Verringerung um 15 Prozent haben Eissalat, von 94 auf 56 Hektar, und Römischer Salat (Romana bzw. Salatherzen), von 506 auf 438 Hektar, den größten Anteil. Andererseits ist Kopfsalat von einer wesentlich größeren Fläche als im Vorjahr zu ernten (2009: 95 Hektar; 2010: 126 Hektar).

Spargel in ertragsfähigen Anlagen blieb mit 263 Hektar auf dem Niveau des Vorjahres. Bei Möhren und Karotten bestätigte sich der kontinuierliche Flächenzuwachs in den letzten Jahren (+ 4 Prozent im Vergleich zu 2009, nunmehr 166 Hektar).

Der Gemüseanbau unter Glas ist um ein Drittel gegenüber 2009 auf nur noch 13,2 Hektar zurückgegangen. Allein bei Tomaten verringerte sich die Anbaufläche von 15,1 auf 8,9 Hektar.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 4801-4726.