Erwerbstätigkeit im 1. Quartal 2026 in MV
Negativtrend setzt sich fort
Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Mecklenburg-Vorpommern ist im 1. Quartal 2026 um 4.100 Personen (-0,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen. Das geht aus den Ergebnissen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung der Länder hervor.
Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern weiter mitteilt, hat die Abwärtsdynamik im Nordosten damit wieder zugenommen: Im Vorjahr lag der Rückgang im Jahresmittel noch bei 0,1 Prozent. Im Bundesschnitt ging die Zahl der Erwerbstätigen im 1. Quartal 2026 um 0,3 Prozent zurück.
Im 1. Quartal 2026 betrug der Rückgang im Produzierenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartal 2.500 Personen (-1,8 Prozent). Seit dem 4. Quartal 2021 geht die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartal in Mecklenburg-Vorpommern zurück. In den vergangenen fünf Jahren sind insgesamt 12.700 Arbeitsplätze (-8,6 Prozent) im Produzierenden Gewerbe verloren gegangen. Ursächlich dafür sind Rückgänge in der Erwerbstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe und Baugewerbe. Im Verarbeitenden Gewerbe arbeiten 7.200 Menschen (-9,0 Prozent) und im Baugewerbe 6.300 Personen (-11,5 Prozent) weniger als noch im 1. Quartal 2021. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging die Zahl der Erwerbstätigen im Verarbeitenden Gewerbe um 1.000 (-1,4 Prozent) und im Baugewerbe um 1.500 (-3,0 Prozent) zurück.
Im Primärsektor sank die Zahl der Werktätigen im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 400 Personen (-1,9 Prozent). Dort ging die Beschäftigung seit dem 1. Quartal 2023 kontinuierlich zurück. Im Vergleich zu 2023 sank die Erwerbstätigenzahl im Bereich Land-, Forstwirtschaft und Fischerei im 1. Quartal um 2.000 (-9,9 Prozent).
In der langfristen Betrachtung setzte der Dienstleistungssektor Wachstumsimpulse bzw. dämpfte den negativen Einfluss der Arbeitsplatzverluste im Produzierenden Gewerbe, mit Ausnahme des Jahres 2024: Hier ging in jedem Quartal die Beschäftigung im Vorjahresquartalsvergleich zurück.
Im 1. Quartal 2026 sank allerdings auch die Erwerbstätigenzahl im Dienstleistungssektor moderat um 1.200 (-0,2 Prozent). Einzig im Bereich "Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit" konnte die Zahl der Arbeitsplätze zulegen. Sie stieg dort um 3.000 Personen (1,0 Prozent). Im Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation" kam es zu einem Rückgang um 2.000 Personen (-1,1 Prozent). Im Wirtschaftsbereich "Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen" sank die Zahl der Erwerbstätigen im Vorjahresquartalsvergleich um 2.200 (-2,0 Prozent).
Weitere Auskünfte erteilt Herr Martin Axnick, Telefon 0385 588-56420.
