Einkommen 2020 in M-V nach Kreisen

Regionale Einkommensunterschiede im Land betrugen 2020 rund 2 000 EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner

Nr.77/2022  | 11.08.2022  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern verfügte 2020 durchschnitt­lich jede Einwoh­nerin bzw. jeder Einwohner über 21 162 EUR Einkommen, im deutschen Durch­schnitt waren es dagegen 23 752 EUR. Regional betrachtet, bestanden dabei große Einkommens­unterschiede im Land. So standen den Einwohne­rinnen und Einwohnern des Landkreises Vorpom­mern-Greifswald durchschnitt­lich nur 20 089 EUR, denjenigen des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit 22 097 EUR dagegen 2 008 EUR mehr Einkommen für Konsum und Sparen zur Verfügung. Die Spanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten regional verfügbaren Einkommen im Land verringerte sich damit aber gegenüber dem Vorjahr um 141 EUR je Einwoh­nerin bzw. Einwohner.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ergibt sich aus dem Primär­einkommen der privaten Haushalte über Einkommens­transfers insbesondere mit geleisteten Steuern und Sozial­beiträgen sowie empfan­genen sozialen Leistungen. Bestandteile des Primär­einkommens sind Arbeitnehmer­entgelt, Betriebs­überschuss/Selbst­ständigen­einkommen und das Einkommen aus Vermögen.

Das Primäreinkommen der privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns betrug 2020 je Einwohnerin bzw. Einwohner 21 396 EUR (Deutschland: 28 610 EUR), am höchsten war es mit 23 136 EUR im Landkreis Rostock und am niedrigsten mit 19 357 EUR im Landkreis Vorpom­mern-Greifswald. Innerhalb des Landes war der Anteil der Vermögens­einkommen am Primär­einkommen im Landkreis Vorpommern-Rügen (11,4 Prozent) am höchsten und in der Landeshauptstadt Schwerin (7,2 Prozent) am niedrigsten. Im Landes­durchschnitt betrug er 9,5 Prozent.

Das verfügbare Einkommen ist eine Netto­einkommensgröße und zeigt, wie viel an Geld durchschnittlich jeder Einwohnerin bzw. jedem Einwohner der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen in einem Jahr zur Verfügung steht.

Die Einwohne­rinnen und Einwohner des Landkreises Ludwigslust-Parchim hatten im Jahr 2020 mit 22 097 EUR das höchste verfügbare Einkommen Mecklenburg-Vorpommerns. Es lag um 4,4 Prozent über dem Durchschnitts­niveau des Landes und erreichte 93,0 Prozent vom gesamt­deutschen Durchschnitt (M-V: 89,1 Prozent). Über das zweithöchste Einkommen im Land verfügten die Einwohne­rinnen und Einwohner des Landkreises Rostock mit 22 021 EUR, das waren 4,1 Prozent mehr als im Landesdurchschnitt und 92,7 Prozent vom Bundes­durchschnitt. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald (20 089 EUR) lag das verfügbare Einkommen pro Kopf dagegen bei nur 84,6 Prozent des Bundes­durchschnitts bzw. 5,1 Prozent unter dem Landes­durchschnitt.

Der Anteil der empfangenen Sozial­leistungen (dazu gehören z. B. Einkünfte aus der Altersvorsorge bzw. Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld) am insgesamt verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte betrug 2020 im Landes­durchschnitt 43,1 Prozent (Bundesdurchschnitt: 33,4 Prozent). Den höchsten Anteil der empfangenen Sozialleistungen am verfügbaren Einkommen wies 2020 die Landes­hauptstadt Schwerin mit 46,9 Prozent aus, gefolgt vom Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 45,9 Prozent. Am niedrigsten war dieser Anteil in den Landkreisen Rostock (39,4 Prozent) und Ludwigslust-Parchim (39,3 Prozent).

Weiterführende Informationen zum Thema Einkommen finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (laiv-mv.de). Der Statistische Bericht „Primäreinkommen und verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen“ (Kennziffer: P233 2020 00) kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56042.