Verwendung des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte 2020
Je Einwohner wurden durchschnittlich 19 037 EUR konsumiert und 2 495 EUR gespart
Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns konsumierten im Jahr 2020 88,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens (Bundesdurchschnitt: 83,9 Prozent), das waren je Einwohner durchschnittlich 19 037 EUR. Das ergibt sich aus den jetzt vorgelegten Berechnungen zum Privaten Verbrauch der privaten Haushalte des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört.
Die Ergebnisse zum Konsum und Sparen der privaten Haushalte sind 2020 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie stark beeinflusst: Rückgang des Konsums, sehr starker Anstieg des Sparens.
Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns gaben im Jahr 2020 insgesamt 30 640 Millionen EUR ihres verfügbaren Einkommens (34 059 Millionen EUR) für den privaten Konsum aus, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr (Deutschland: - 5,3 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2020 im Durchschnitt 19 037 EUR je Einwohner privat konsumiert. Das waren pro Kopf 657 EUR weniger als im Vorjahr und zugleich 92,7 Prozent des Bundesdurchschnitts. Im Bundesdurchschnitt betrugen die privaten Konsumausgaben je Einwohner 20 538 EUR (1 160 EUR weniger als 2019). Mecklenburg-Vorpommern hatte 2020 von allen Ländern den viertniedrigsten privaten Konsum je Einwohner.
Der nicht privat konsumierte Teil des verfügbaren Einkommens kann von den privaten Haushalten gespart werden. Das Sparen schließt hierbei aber die Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche mit ein. Da 2020 bei einem um 2,3 Prozent gestiegenen verfügbaren Einkommen der private Konsum infolge der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie um 3,3 Prozent sank, waren die privaten Haushalte in der Lage, mehr von ihrem verfügbaren Einkommen zu sparen.
Die privaten Haushalte des Landes sparten 2020 insgesamt 4 016 Millionen EUR, das war mit + 80,8 Prozent ein sehr enormer Anstieg gegenüber 2019 (Deutschland: + 49,6 Prozent). Die Sparquote betrug 2020 im Land somit 11,6 Prozent (Bundesdurchschnitt: 16,1 Prozent) und war damit nicht nur die höchste seit 1991, sondern lag auch erstmals über 10 Prozent. Gespart werden konnten in Mecklenburg-Vorpommern 2020 je Einwohner durchschnittlich 2 495 EUR, das waren 1 114 EUR mehr als im Vorjahr. Je Einwohner war dies aber dennoch nur der zweitniedrigste Pro-Kopf-Sparbetrag aller Länder. Im Bundesdurchschnitt sparte jeder Einwohner 3 933 EUR. In Mecklenburg-Vorpommern lag das Sparen je Einwohner damit 2020 trotz des erstmalig so hohen Sparbetrages bei nur 63,4 Prozent des Bundesdurchschnitts (aber 2019: 52,5 Prozent).
Weitere Auskünfte erteilt Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56042.
