Statistisches Jahrbuch Mecklenburg-Vorpommern

Vor 30 Jahren erschien erste Ausgabe – Orientierungshilfe für Gesellschaft damals wie heute

(c) StatA Details anzeigen
(c) StatA
(c) StatA
(c) StatA
Nr.20/2022  | 08.03.2022  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Elf Fernamtsvermittlungsstellen gab es 1990 in Mecklenburg-Vorpommern und 824 Krankenhausbetten für Neugeborene. Im Jahr 1989 wurden 233 private Handwerksbetriebe für Polygraphie gezählt, und für das Gebiet der ostdeutschen Länder lag der Preisindex für Energie (ohne Kraftstoff) im Juli 1990 noch bei 100,9. Knapp ein Jahr später stand er schon bei 255,3. Zu finden sind diese und viele weitere Angaben der Wendejahre in dem ersten Statistischen Jahrbuch Mecklenburg-Vorpommern, erschienen vor 30 Jahren – am 9. März 1992.

Herausgegeben vom damaligen Statistischen Landesamt, dem heutigen Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommern, wurde damit „ein Grundstein für eine kontinuierliche Abbildung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungslinien in Mecklenburg-Vorpommern gelegt – eine wichtige Orientierungshilfe für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“, wie es im Geleitwort des damaligen Innenministers Dr. Georg Diederich heißt.

Das Erscheinungsbild des Statistischen Jahrbuchs hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten gewandelt. Eine wichtige Orientierungshilfe für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist es geblieben. Dr. Christian Boden, Leiter des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern: „Dieser jährlich erscheinende ,Klassiker‘ des Statistischen Amtes ist im Einzelnen betrachtet die umfangreichste Momentaufnahme des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens. Im Ganzen spiegelt es uns, den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern wider, wie sich unsere Arbeit, unsere Freizeit, unser Leben in den vergangenen 30 Jahren entwickelt hat, was wir erreicht haben und wo für die Zukunft Handlungsbedarf besteht.“

Das Statistische Jahrbuch 1991 als ein besonderes Zeugnis der Zeit ist die erste veröffentlichte Sammlung amtlicher Statistiken für das 1990 gegründete Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Es enthält Landes- und Kreisdaten zur Bevölkerung, zu Bildung und Kultur, Erwerbstätigkeit, Landwirtschaft und Wirtschaft, Verkehr und Öffentlichen Sozialleistungen, aber auch Ergebnisse für die ostdeutschen Länder. Abgerundet wird es mit Angaben zur Landesfläche und zu den Klima- bzw. Witterungsbedingungen.

Und was steht drin? 1990 gab es 37 Kreise mit 1 124 Gemeinden, 828 allgemeinbildende Schulen mit fast 297 000 Schülerinnen und Schülern sowie 104 Berufliche Schulen mit 33 000 Auszubildenden. 940 000 Beschäftigte waren es zum Stichtag 30.11.1990, 80 Beherbergungsbetriebe mit 1,3 Millionen Übernachtungen im Jahr 1989 und 2 806 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1 295 000 Hektar Stand Mai 1991. Und das Wetter: Der 4. August war im Jahr 1990 einer der heißesten Tage (Station Boizenburg 34,9 Grad Celsius).

Das Statistische Jahrbuch 1991 sowie alle weiteren 30 Folge-Ausgaben stehen auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung unter: Statistische Jahrbücher. Die 32. Ausgabe erscheint voraussichtlich im Oktober 2022.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Michaela Ludmann, Telefon 0385 588-56411.