Leichte Veränderungen in den landwirtschaftlichen Anbauflächen

Nr.22/2018  | 26.07.2018  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern hat im Frühjahr die Bodennutzungshaupterhebung 2018 durchgeführt, durch die mittels einer Stichprobe über 3 000 landwirtschaftliche Betriebe nach Angaben zu Anbauflächen aller Ackerfrüchte und des Grünlandes befragt wurden. Zur Entlastung der Auskunftspflichtigen wurden dabei auch Angaben aus Verwaltungsdaten der Agrarförderung für statistische Zwecke übernommen.

Nach dem vorläufigen Ergebnis wird mit 1,344 Millionen Hektar in Mecklenburg-Vorpommern eine landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet, die im Vergleich zu den vergangenen Jahren konstant geblieben ist. Diese Fläche teilt sich in 1,072 Millionen Hektar Ackerland und 269 200 Hektar Dauergrünland auf. 

Die Ergebnisse zeigen, dass die Landwirte zur Ernte im Sommer 2018 mit 332 000 Hektar weniger Weizen als im Vorjahr (- 7 Prozent) angebaut haben. Die Anbaufläche für Gerste erhöhte sich dagegen um 15 Prozent auf insgesamt 143 800 Hektar. Auch die Körnermaisanbaufläche stieg an. Waren es im letzten Jahr noch 3 400 Hektar, so wurden 2018 auf über 4 700 Hektar Körnermais angebaut. 

Insgesamt wuchs auf 46 200 Hektar Sommergetreide und fast 510 000 Hektar Wintergetreide. 

Da in diesem Frühjahr mehr Sommerkulturen angebaut wurden, war auch beim Silomais ein Flächenzuwachs von 9 Prozent auf nunmehr 161 900 Hektar zu verzeichnen. Auch bei Hülsenfrüchten, wie Erbsen (9 900 Hektar; + 47 Prozent) und Ackerbohnen (6 000 Hektar; + 105 Prozent), nahm die Anbaufläche beträchtlich um 26 Prozent auf 25 000 Hektar zu. 

Hackfrüchte sind in diesem Jahr von 37 500 Hektar (+ 9 Prozent) zu ernten. Zuckerrüben stehen auf 24 900 Hektar (+ 12 Prozent) und Kartoffeln auf 12 400 Hektar (+ 5 Prozent). 

Knapp ein Fünftel des Ackerlandes (19 Prozent) wurde in diesem Jahr für den Anbau von Ölfrüchten genutzt. Gegenüber dem Vorjahr wurden mit 198 200 Hektar 12 Prozent weniger Ölfrüchte angebaut. Die Winterrapsfläche sank von 224 800 Hektar im Jahr 2017 auf 196 400 Hektar im Jahr 2018. Sonnenblumen stehen auf 1 000 Hektar, im Vorjahr waren es 700 Hektar. 

Weitere Auskünfte gibt Herr Thomas Hilgemann, Telefon 0385 588-56043.