Analyse zur Wirtschaftsentwicklung 2015 erschienen

Nr.28/2016  | 30.06.2016  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die Analyse zur Wirtschaftsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern zeigt aus gesamtwirtschaftlicher Sicht die erreichten Ergebnisse 2015, vergleicht sie mit dem Bundesdurchschnitt und schließt eine Langfristbetrachtung des erreichten Standes sowie der Veränderungen 2015 gegenüber 1991 mit ein. 

So hat sich die konjunkturelle Lage in Mecklenburg-Vorpommern 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich verbessert. Das Bruttoinlandsprodukt als umfassender Ausdruck der im Inland erbrachten wirtschaftlichen Gesamtleistung stieg z. B. preisbereinigt um 1,9 Prozent (Deutschland: + 1,7 Prozent). 2014 hatte das Wachstum nur 1,0 Prozent betragen. Seit 1991 wurde bis 2015 im Land ein Bruttoinlandsprodukt im Wert von insgesamt 752,1 Milliarden EUR geschaffen.

Im Jahresverlauf 2015 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen geringfügig um 0,2 Prozent (Deutschland: + 0,8 Prozent). Bei Betrachtung des unterjährigen Verlaufs zeigt sich zugleich, dass die Erwerbstätigkeit in allen Quartalen leicht zunahm (dabei besonders im I. und IV. Quartal). Die Zahl der registrierten Arbeitslosen war so niedrig wie noch nie seit Bestehen des Landes, was allerdings auch auf den demografischen Faktor zurückzuführen ist. Die Arbeitsproduktivität (Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen) stieg 2015 preisbereinigt um 1,7 Prozent (Deutschland: + 0,9 Prozent), sodass sich der Produktivitätsabstand zum Bundesdurchschnitt etwas verringerte. 2015 erreichte die gesamtwirtschaftliche Produktivität damit 76,6 Prozent (2014: 76,1 Prozent) und die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer 79,4 Prozent (2014: 78,8 Prozent) des bundesdeutschen Niveaus.

Die Einwohner des Landes verfügten aber weiterhin nur über das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen aller Länder (17 486 EUR), der Abstand zum Bundesdurchschnitt verringerte sich hier fast nicht. Somit waren auch der private Konsum und das Sparvermögen der Mecklenburger und Vorpommern bundesweit am niedrigsten.

Das Bruttoanlagevermögen der Gesamtwirtschaft des Landes umfasste 281 358 Millionen EUR, davon sind 17,1 Prozent Ausrüstungen (Deutschland: 19,9 Prozent) und 82,9 Prozent (Deutschland: 80,1 Prozent) Bauten.

Diese und viele weitere interessante Informationen zur Gesamtwirtschaft des Landes werden kurz textlich umrissen sowie in Tabellen und Grafiken anschaulich dargestellt. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56041.