Hochschulen konnten vom doppelten Abiturjahrgang nur wenig profitieren
Im Wintersemester 2008/09 begannen insgesamt 6 693 Studierende ihre akademische Ausbildung an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zum Wintersemester 2007/08 hat sich die Zahl der Erstimmatrikulierten damit insgesamt um 5,1 Prozent erhöht, teilt das Statistische Amt anhand vorläufiger Angaben mit. Insgesamt sind zurzeit 36 667 Studierende (ohne Verwaltungsfachhochschule Güstrow) an den Hochschulen des Landes eingeschrieben. Das sind 2,1 Prozent oder 737 angehende Akademiker mehr als im Vorjahr. Damit erreichte die Zahl der Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern zwar einen neuen Höchststand, aber der wegen des doppelten Abiturjahrgangs vermutete Ansturm auf die hiesigen Hochschulen blieb weitgehend aus.
Infolge der Einführung des achtjährigen Gymnasiums legten in diesem Sommer die 12. und die 13. Jahrgangsstufe gleichzeitig das Abitur ab. Die Zahl der Schüler mit allgemeiner Hochschulreife stieg deshalb auf fast 11 000, damit verließen rund 4 700 Abiturienten mehr als 2007 die Schule. Dennoch hat sich an den Hochschulen des Landes die Nachfrage nach Studienplätzen nicht wesentlich erhöht. Lediglich einen Zuwachs von 323 Studienanfängern gegenüber dem Wintersemester 2007/08 konnten die Hochschulen verbuchen.
An den Universitäten stieg die Zahl der Studienanfänger gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent oder 254 Studierende an. Im Vergleich dazu schrieben sich an den Fachhochschulen nur 3 Prozent oder 69 Studierende mehr als im Wintersemester 2007/08 ein.
Die Zahl der deutschen Studienanfänger hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 7 Prozent (+ 388 Studierende) erhöht, demgegenüber ging die Zahl der ausländischen Studienanfänger um 9 Prozent (- 65 Studierende) zurück.
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