13,8 Prozent im Jahresdurchschnitt krank
Mecklenburg-Vorpommern erneut deutlich unter Bundesdurchschnitt
Wie das Statistische Amt mitteilt, erkranken in Mecklenburg-Vorpommern anteilig weniger Menschen als in den meisten anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Nach Ergebnissen der Zusatzbefragung zur Gesundheit der Bevölkerung, die alle 4 Jahre mit dem jährlichen Mikrozensus durchgeführt wird (zuletzt 2013), waren lediglich die Bewohner Sachsen-Anhalts seltener krank (13,5 Prozent). Der Bundesdurchschnitt lag bei 15,1 Prozent.
Die Frage „Waren Sie in den letzten vier Wochen krank?“ beantworteten in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 13,8 Prozent mit „ja“. Für diese Einstufung war es unerheblich, ob die Krankheit noch anhielt oder bereits eine Genesung erfolgte. Auch chronisch Kranke rechneten in diesem Sinne zu den Kranken. Im Ländervergleich hatte die Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns mit insgesamt durchschnittlich 13,8 Prozent Kranken hinter Sachsen-Anhalt (13,5 Prozent) gemeinsam mit Bayern und Brandenburg den zweitniedrigsten Krankenanteil (Deutschland: 15,1 Prozent).
Nach dem Alter wiesen 2013 in Mecklenburg-Vorpommern die unter 15-Jährigen den geringsten Krankenanteil auf (Jungen: 9,1 Prozent; Mädchen: 11,7 Prozent). Den höchsten Krankenanteil hatten die ab 65-Jährigen (Männer: 16,4 Prozent, Frauen: 14,9 Prozent). Dabei ist aber auffällig, dass die ab 65-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich seltener erkrankten als im Bundesdurchschnitt (Männer: 22,1 Prozent, Frauen: 22,7 Prozent).
Wenn eine Erkrankung vorliegt, wird zumeist auch ärztliche Hilfe gesucht. Im Jahresdurchschnitt 2013 erkrankten in Mecklenburg-Vorpommern 179 400 Personen. Davon begaben sich 67,7 Prozent (121 400 Patienten) in ambulante Behandlung beim Arzt (113 200 Patienten) oder im Krankenhaus (8 200 Patienten). Eine stationäre Behandlung hatten 11,7 Prozent (21 000 Patienten). 17 Prozent (30 500 Kranke) verzichteten auf ärztliche Unterstützung und 3,6 Prozent machten dazu keine Angaben.
Für Arbeitgeber wichtig sind Häufigkeit und Dauer von krankheitsbedingten Ausfällen der Bevölkerung im so genannten erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren.
Wie für die Gesamtbevölkerung lag auch in dieser Altersgruppe der jahresdurchschnittliche Anteil der Kranken in Mecklenburg-Vorpommern bei 13,8 Prozent. Damit lag 2013 der Krankenanteil der 15- bis unter 65-Jährigen Mecklenburg-Vorpommerns leicht über dem Bundesdurchschnitt (13,5 Prozent).
Im Jahresdurchschnitt 2013 waren in Mecklenburg-Vorpommern 115 000 15- bis unter 65-Jährige krank. Von ihnen waren 9,5 Prozent (10 900 Kranke) nach 1 bis 3 Tagen, 22,3 Prozent (25 700 Kranke) nach 3 bis 7 Tagen und 13,1 Prozent (15 100 Kranke) nach 8 bis 14 Tagen wieder gesund. Damit lag die Erkrankungsdauer für insgesamt 45,0 Prozent (51 700 Kranke) unter zwei Wochen.
Allerdings fielen 2013 auch 13,2 Prozent (15 200 Kranke) der 15- bis unter 65-Jährigen über 6 Wochen bis ein Jahr aus und 19,9 Prozent (22 900 Kranke) ein Jahr und mehr.
Methodischer Hinweis:
Alle 4 Jahre (zuletzt 2013) werden mit dem jährlichen Mikrozensus zirka 8 000 Haushalte im Land um Auskunft zu den sogenannten Gesundheitsfragen gebeten. Entgegen der im Mikrozensus bestehenden Auskunftspflicht ist die Teilnahme am zusätzlichen Frageprogramm Gesundheit freiwillig. Befragt wurde kontinuierlich über das gesamte Jahr verteilt, sodass witterungsbedingte Verzerrungen der Ergebnisse zur Gesundheit ausgeschlossen werden können.
Der Statistische Bericht „Krankheiten, Rauchgewohnheiten und BMI der Bevölkerung (Mikrozensus)“ steht kostenfrei im Internet unter www.statistik-mv.de zur Verfügung. Das Druckexemplar kann schriftlich unter der Bestellnummer A473 2013 01 beim Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 12 01 35, 19018 Schwerin oder per Telefax 0385 588-56909 bzw. E-Mail statistik.vertrieb@statistik-mv.de zum Preis von 4,00 EUR zuzüglich Versandkosten erworben werden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Frauke Kusenack, Telefon 0385 588-56421.
