Verfügbares Einkommen je Einwohner erreicht im Jahr 2005 knapp 75 Prozent des Bundesdurchschnitts in den Landkreisen Ostvorpommern und Uecker-Randow, aber 84 Prozent in Schwerin
In Mecklenburg-Vorpommern verfügte 2005 durchschnittlich jeder Einwohner über 13 953 EUR Einkommen für Konsum und Sparen, im deutschen Durchschnitt waren es dagegen 17 702 EUR. Dabei hatten die Einwohner des Landkreises Uecker-Randow nur durchschnittlich 13 215 EUR und die in Ostvorpommern 13 229 EUR, die Einwohner der kreisfreien Stadt Schwerin (14 911 EUR) dagegen deutlich mehr zur Verfügung.
Die Einwohner der kreisfreien Stadt Schwerin hatten im Jahr 2005 mit 14 911 EUR das höchste verfügbare Einkommen Mecklenburg-Vorpommerns. Es erreichte 106,9 Prozent vom Durchschnittsniveau des Landes und 84,2 Prozent (aber 2004: 85,1 Prozent) vom gesamtdeutschen Durchschnitt. In den anderen kreisfreien Städten war das verfügbare Einkommen je Einwohner etwas geringer, lag aber, mit Ausnahme von Wismar, jeweils über dem Landesdurchschnitt.
Von den Landkreisen hatten das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner Ludwigslust mit 14 487 EUR (103,8 Prozent vom Landes- und 81,8 Prozent vom Bundesdurchschnitt) und Parchim mit 14 319 EUR (102,6 Prozent vom Landes- und 80,9 Prozent vom Bundesdurchschnitt). Das geringste verfügbare Einkommen je Einwohner verzeichneten die besonders strukturschwachen Landkreise Uecker-Randow mit 13 215 EUR und Ostvorpommern mit 13 229 EUR (94,7 bzw. 94,8 Prozent vom Landes- und jeweils 74,7 Prozent vom Bundesdurchschnitt).
Das verfügbare Einkommen je Einwohner ist eine Nettoeinkommensgröße, die einerseits sowohl Einkommen aus unselbständiger Arbeit, als auch Einkünfte aus freiberuflicher bzw. unternehmerischer Tätigkeit sowie Vermögenseinkünfte beinhaltet, andererseits aber auch bezogene Sozialtransfers (Arbeitslosengeld, Kindergeld u. Ä.) mit einbezieht. Das verfügbare Einkommen je Einwohner zeigt somit, wie viel an Geld durchschnittlich jedem Einwohner der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen in einem Jahr zur Verfügung steht.
Der Anteil der empfangenen Sozialleistungen (dazu gehören z. B. Einkünfte aus der Altersvorsorge bzw. Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld) am verfügbaren Einkommen der Privaten Haushalte betrug 2005 im Landesdurchschnitt 43,9 Prozent (Bundesdurchschnitt: 31,4 Prozent). Im Landkreis Uecker-Randow hatten die empfangenen Sozialleistungen jedoch mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) Anteil am gesamten verfügbaren Einkommen. Nur in den Landkreisen Ludwigslust (37,9 Prozent), Bad Doberan (37,9 Prozent) und Nordwestmecklenburg (38,7 Prozent) lag dieser Anteil unter 40 Prozent. Im Durchschnitt der kreisfreien Städte (45,1 Prozent) war der Anteil der empfangenen Sozialleistungen etwas höher als im Durchschnitt der Landkreise (43,4 Prozent).
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