Wachstumsstand in diesem Frühjahr: Note 3 für den Winterweizen - Kartoffelanbau eingeschränkt
Erstmals seit Jahren beurteilen die Landwirte den Wachstumsstand des Winterweizens im Landesdurchschnitt nur mit befriedigend. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes mussten fast 2 Prozent der im Herbst bestellten Flächen umgebrochen werden. Auch den anderen Winterkulturen und dem Grünland geben die Bauern eher durchschnittliche Noten. Hauptursache ist die Trockenheit im April.
Bei der Frühjahrsbestellung ist ein Rückgang des Kartoffelanbaus um 13 Prozent und eine Zunahme der Silomaisfläche um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.
Günstige Bedingungen zur Aussaat im vergangenen Herbst und vor allem ein milder Winter führten zu einem beträchtlichen Vegetationsvorsprung und üppigen Pflanzenbeständen. Der hohe Wasserbedarf konnte durch die vielerorts von Mitte März bis Anfang Mai anhaltende Trockenheit nicht gedeckt werden, sodass sich der Wachstumsstand verschlechterte.
Der Getreideanbau zur Ernte in diesem Sommer verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 3 Prozent auf 550 100 Hektar. Den größten Anteil an dieser Fläche hat Winterweizen mit 306 900 Hektar (- 6 Prozent gegenüber 2006). Wintergerste ist von 135 300 Hektar (- 6 Prozent zum Vorjahr) zu ernten. Der Anbau von Roggen wurde um 27 Prozent auf 63 300 Hektar ausgedehnt. Triticale, eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen, steht auf 17 600 Hektar (- 28 Prozent zum Vorjahr).
Sommergerste verliert flächenmäßig immer mehr an Bedeutung. Die nur noch 10 100 Hektar (- 12 Prozent zum Vorjahr) bedeuten einen Tiefstand im Anbauumfang. Der Anbau von Sommerweizen verdreifachte sich auf 7 200 Hektar; Hafer legte um 13 Prozent auf 9 700 Hektar zu. Mit zusammen 27 000 Hektar hat das Sommergetreide (ohne Körnermais und CCM) am Getreideanbau insgesamt einen Anteil von 5 Prozent (2006: 4 Prozent).
Winterraps ist in diesem Jahr von mehr als einer Viertel Million Hektar zu ernten. Die Anbaufläche vergrößerte sich gegenüber dem Vorjahr nochmals um 8 Prozent auf bisher noch nicht erreichte 263 500 Hektar. Damit liegt sein Anteil am Ackerland bei durchschnittlich 24 Prozent und ist damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland.
Silomais, mit steigender Tendenz auch als Energiepflanze genutzt, steht auf 92 800 Hektar, das sind 6 Prozent mehr als 2006 und 29 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre.
Der Kartoffelanbau wurde mit einem Rückgang um 13 Prozent zum Vorjahr auf seine bisher geringste Fläche (14 400 Hektar) eingeschränkt.
Den Flächen zur Ernte in diesem Jahr liegen vorläufige Werte zugrunde. Umfassende Daten zum Anbau auf dem Ackerland veröffentlicht das Statistische Amt im August.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 4801-4726.
