Fast ein Drittel weniger Unternehmensinsolvenzen 2006
Im Jahr 2006 wurden von den Gerichten in Mecklenburg-Vorpommern 672 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, 29,1 Prozent weniger als 2005. Damit setzt sich der seit Jahren stetige Rückgang weiter fort (2001: 1 303 Unternehmensinsolvenzen). Demgegenüber sind die Verbraucherinsolvenzen erneut stark angestiegen, und zwar auf 2 680 Fälle (+ 41,9 Prozent).
Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, sind die meisten Unternehmensinsolvenzen auch 2006 mit 180 Fällen im Baugewerbe zu verzeichnen, allerdings 28,6 Prozent weniger als 2005. Im Wirtschaftsbereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern waren 121 Insolvenzen gemeldet (- 36,0 Prozent) und im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen 107 Fälle (- 37,8 Prozent).
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen an Unternehmen beliefen sich auf 262 Millionen EUR
(- 39,6 Prozent). Durchschnittlich waren das 390 Tausend EUR je Unternehmensinsolvenz (2005: 458 Tausend EUR).
Obwohl der Anteil der Unternehmensinsolvenzen an den Gesamtinsolvenzen in Mecklenburg-Vorpom-mern nur bei 15,8 Prozent liegt, beträgt der Anteil der Forderungen aus Unternehmensinsolvenzen 39,9 Prozent.
Die voraussichtlichen Forderungen aus den 2 680 Verbraucherinsolvenzen beliefen sich 2006 auf 129,5 Millionen EUR (+ 36,0 Prozent). Je Verbraucherinsolvenz waren es 2006 durchschnittlich 48 Tausend EUR (2005: 50 Tausend EUR).
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