Statistiker befragen Landwirte zur Betriebsstruktur
Im Mai 2007 wird in Deutschland eine allgemeine Agrarstrukturerhebung durchgeführt. Diese Bestandsaufnahme durch die amtliche Statistik, die alle vier Jahre stattfindet, dient zur Darstellung der Strukturverhältnisse in der Landwirtschaft. Zugleich werden mit den Ergebnissen Datenanforderungen der Europäischen Union erfüllt. Das Statistische Amt verschickt in den nächsten Tagen die Erhebungsunterlagen direkt an die mehr als 5 000 Landwirtschaftsbetriebe.
Nach der vorangegangenen repräsentativen Strukturerhebung von 2005 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 5 151 landwirtschaftliche Betriebe. Sie haben eine Größe von mindestens 2 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche oder verfügen über bestimmte Mindesterzeugungseinheiten, wie Viehbestände oder Flächen für Obst, Gemüse bzw. Sonderkulturen.
Die umfassenden und aktuellen statistischen Informationen, die mit der diesjährigen Erhebung gewonnen werden, bilden eine unverzichtbare Bewertungsgrundlage, zuallererst für den Berufsstand selbst, für die Agrarpolitik und die anderen Nutzer agrarstatistischer Daten. Der zuverlässige Nachweis der zu erfragenden Erhebungsmerkmale dient daher sowohl dem Interesse der Landwirte als auch der Allgemeinheit.
Erfragt werden mit der allgemeinen Agrarstrukturerhebung u. a.
- die Rechtsform des Betriebes,
- die Bodennutzung einschließlich des Anbaus zur Biogaserzeugung,
- die Eigentums- und Pachtverhältnisse,
- die Viehbestände,
- der ökologische Landbau,
- die Arbeitskräfte.
Im Sinne des Bürokratieabbaus können für bestimmte Merkmale Verwaltungsdaten genutzt werden, damit der Landwirt nicht doppelt befragt wird. So werden Daten zur Bodennutzung direkt aus der Agrarverwaltung in die Statistik übernommen, wenn der Betrieb im Rahmen der Agrarförderung einen entsprechenden Antrag gestellt hat.
Die erhobenen Einzelangaben, für deren Lieferung Auskunftspflicht besteht, werden gemäß Bundesstatistikgesetz grundsätzlich geheim gehalten.
Erste Ergebnisse zur Bodennutzung und zur Viehhaltung sind bereits für Ende Juli zu erwarten.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 4801-4726.
