Bruttomonatsverdienste im Produzierenden Gewerbe, im Handel sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe 2006 um 2,3 Prozent gestiegen, aber um 30 Prozent geringer als in Westdeutschland
Die Bruttomonatsverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe, im Handel sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe betrugen im Jahr 2006 durchschnittlich 2 230 EUR, das waren 2,3 Prozent mehr als im Jahr 2005. Der Verdienstabstand zum früheren Bundesgebiet betrug - 943 EUR oder - 29,7 Prozent (Vorjahr: - 30,1 Prozent). Frauen verdienten monatlich 2 036 EUR brutto (Verdienstabstand: - 23,5 Prozent). Der Verbraucherpreisindex stieg im Jahr 2006 um 1,5 Prozent und war damit um 0,8 Prozentpunkte geringer als die Verdienste, teilt das Statistische Amt mit.
Die Angestellten im Produzierenden Gewerbe verdienten im Jahr 2006 durchschnittlich 2 921 EUR (+ 2,2 Prozent; Verdienstabstand: - 27,5 Prozent) und die Arbeiter 2 013 EUR (+ 2,0 Prozent; Verdienstabstand: - 24,6 Prozent). Dabei waren die bezahlten Wochenstunden der Arbeiter z. B. im Jahresdurchschnitt 2006 mit 40,3 Stunden deutlich höher als in Westdeutschland (37,9 Stunden). Mit am höchsten waren die Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmer im Schiffbau (2 860 EUR), dort war auch die Verdienstangleichung mit am weitesten fortgeschritten.
In den mit der Verdiensterhebung erfassten Dienstleistungsbereichen Handel sowie Kredit- und Versicherungsgewerbe, in denen nur die Verdienste der Angestellten erhoben werden, waren im Jahr 2006 die Bruttomonatsverdienste im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern) mit 2 005 EUR (+ 2,6 Prozent; Verdienstabstand: - 31,3 Prozent) und 2 816 EUR im Kredit- und Versicherungsgewerbe (+ 2,0 Prozent; Verdienstabstand: - 20,0 Prozent) - wie auch in der ganzen Volkswirtschaft - niedriger als bei den Angestellten im Produzierenden Gewerbe.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Hans-Peter Hasche, Telefon 0385 4801-4430.
