Weltwassertag am 22. März

Gesamtwasserverbrauch in Mecklenburg-Vorpommern mit 86 Kubikmetern je Einwohner aufgrund strukturschwacher Wirtschaft im Ländervergleich am geringsten

Nr.28/2007  | 21.03.2007  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Für wirtschaftliche Aktivitäten und Konsum wurden in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2004 insgesamt 148 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Natur entnommen. Das entspricht einer Entnahme von 86 Kubikmetern Wasser je Einwohner, der geringsten aller Bundesländer (im Durchschnitt: 488 Kubikmeter je Einwohner). Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, wurden gleichzeitig 98 Millionen Kubikmeter Abwasser in die Natur eingeleitet. Das waren 57 Kubikmeter je Einwohner, erheblich weniger als im Durchschnitt der Bundesländer (409 Kubikmeter je Einwohner). Dabei hat sich die Effizienz der Wassernutzung deutlich verbessert: Während die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) 2004 gegenüber 1995 preisbereinigt um 10 Prozent gewachsen ist, hat sich die Wasserentnahme aus der Natur gleichzeitig um knapp 10 Prozent verringert.

Die im Bundesvergleich relativ geringe Belastung der Natur durch Wasserentnahmen und Abwassereinleitungen im Land ist hauptsächlich auf den geringeren Anteil wasserverbrauchsintensiver Bereiche in der Wirtschaft des Landes zurückzuführen. Auf das Produzierende Gewerbe entfielen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2004 lediglich 30 Prozent des gesamtwirtschaftlichen Wassereinsatzes (im Durchschnitt der Bundesländer: 78 Prozent), darunter auf die Energieversorgung nur 5,5 Prozent (im Durchschnitt der Bundesländer: 57 Prozent).

Der Wasserverbrauch der privaten Haushalte belief sich nach Ergebnissen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen im Jahr 2004 auf 58 Millionen Kubikmeter (39 Prozent des gesamtwirtschaftlichen Wassereinsatzes) und ist damit gegenüber 1995 um 10 Prozent gesunken. Dazu hat der sparsamere Trinkwasserverbrauch der Mecklenburger und Vorpommer entscheidend beigetragen. Er betrug 2004 täglich 102 Liter pro Einwohner (1991: 156 Liter; 1995: 107 Liter) und lag damit um 24 Liter unter dem Bundesdurchschnitt.

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*)   Ergebnisse der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder, Stand August 2006

1)   ohne Fremd- und Niederschlagswasser

Weitere Gesamtrechnungsergebnisse zur Wassernutzung und Abwassereinleitung im Vergleich der Bundesländer können unter https://www.statistikportal.de/de/ugrdl kostenfrei heruntergeladen werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Birgit Weiß, Telefon 0385 4801-4431.