Erste Ernteschätzung

Bei der Mehrzahl der Kulturen durchschnittliche Ernte zu erwarten

Nr.22/2019  | 02.08.2019  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die erste Ernteschätzung der Landwirte, die dem Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommern berichten, liegt jetzt vor. Demnach kann in diesem Jahr bei den meisten Druschfrüchten von einer durchschnittlichen Ernte ausgegangen werden. Die Erträge werden in etwa dem Sechs-Jahres-Durchschnitt entsprechen. 

Nach der ersten Schätzung entspricht der Ertrag der Wintergerste im Landesdurchschnitt mit 71,2 Dezitonnen je Hektar fast dem Sechs-Jahres-Durchschnitt (73,2 Dezitonnen je Hektar). Die Anbaufläche für diese Kultur hat sich dabei nunmehr auf 142,3 Tausend Hektar erhöht. 

Winterweizen wird nach Auskunft der Landwirte ein Ergebnis von 72,0 Dezitonnen je Hektar erreichen. Der Sechs-Jahres-Durchschnitt liegt bei 77,8 Dezitonnen je Hektar. Bei Roggen wird mit 54,3 Dezitonnen je Hektar gerechnet, das sind 6 Prozent weniger als im mehrjährigen Mittel. 

Der erste geschätzte Ertrag der Sommergerste liegt bei 49,2 Dezitonnen je Hektar. Gegenüber dem Sechs-Jahres-Durchschnitt wird ein Ertragszuwachs von 16 Prozent zu verzeichnen sein. Auch der Ertrag bei Triticale ist zufriedenstellend, hier wird ein Ertrag von 57,3 Dezitonnen je Hektar erwartet. Dieser Wert liegt 10 Prozent über dem Sechs-Jahres-Durchschnitt. 

Sommerweizen wird mit einem Ertrag von 40,8 Dezitonnen je Hektar das Ergebnis des Sechs-Jahres-Durchschnitts in Höhe von 43,3 Dezitonnen je Hektar nicht ganz erreichen können. Auch der Haferertrag wird - gemessen am Sechs-Jahres-Durchschnitt - unterdurchschnittlich sein. Bei dieser Feldfrucht werden voraussichtlich 36,3 Dezitonnen je Hektar geerntet werden können. In den vergangenen Jahren wurde hier ein durchschnittlicher Ertrag von 40,7 Dezitonnen je Hektar ermittelt. 

Mit einem Ertrag von 33,6 Dezitonnen je Hektar wird Winterraps nach der ersten Ernteschätzung einen Ernteausfall von 6 Prozent gegenüber dem Sechs-Jahres-Durchschnitt zu verzeichnen haben. Zudem haben viele Landwirte den Anbau wegen nicht mehr zugelassener Pflanzenschutzmittel eingeschränkt und Winterraps nur noch auf 167,7 Tausend Hektar angebaut. In den Jahren 2013 bis 2018 lag die Fläche noch bei durchschnittlich 231,7 Tausend Hektar. Dies ist ein Rückgang von 28 Prozent der Anbaufläche. Damit einher geht auch eine starke Verminderung der Erntemenge. Der Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 liegt bei 831,3 Tausend Tonnen. 2019 ist lediglich eine Erntemenge von 563,7 Tausend Tonnen zu erwarten. Dieses Ergebnis ist noch schlechter als das schon schwache Ergebnis von 2018, das bei 578,4 Tausend Tonnen lag. Gegenüber dem Sechs-Jahres-Durchschnitt wird eine um 32 Prozent geringere Erntemenge bei Winterraps erwartet. 

Die Getreideernte insgesamt könnte nach den Berechnungen des Statistischen Amtes in diesem Jahr bei 3,94 Millionen Tonnen und damit nur 2 Prozent unter dem Sechs-Jahres-Durchschnitt liegen.

Weitere Auskünfte gibt Herr Thomas Hilgemann, Telefon: 0385 588-56043